понедельник, 18 декабря 2017 г.

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Million mit Insektiziden vergiftete Eier zurückgerufen

Aus Belgien und den Niederlanden könnten deutlich mehr mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier nach Deutschland gelangt sein als zunächst angenommen. Die niederländischen Behörden riefen nach Angaben mehrere Millionen verseuchte Eier aus Supermärkten zurück.

Der Verzehr der Eier könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA am Dienstag. Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil und sind möglicherweise auch nach Deutschland exportiert worden.

In NRW waren bereits am Sonntag fast 900 000 Eier zurückgerufen worden. Zuvor waren in einer Packstelle im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen mit Fipronil belastete Eier gefunden worden. Allerdings betonte das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium, es bestehe kein Gesundheitsrisiko. Bislang ist nicht bekannt, ob derart belastete Eier auch in andere Bundesländer gelangt sind.

Nordrhein-Westfalen lässt derzeit prüfen, ob auch andere Packstellen in dem Bundesland Eier mit Fipronil erhalten haben könnten. «Wir haben ein entsprechendes Monitoring-Programm aufgesetzt», sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Rückruf der belasteten Chargen aus Belgien und den Niederlanden rechnete er nicht damit, dass weitere Eier dieser Ladungen in den Regalen zu finden sind: «Es dürften eigentlich keine Eier mit dieser Stempelnummer mehr im Verkauf geben.»

«Fipronil hatten wir noch nie, das ist für unsere Fachleute etwas Neues», sagte der Sprecher. Die Anwendung bei tierischen Produkten sei nicht erlaubt. In Belgien und den Niederlanden müsse nun geprüft werden, warum es dennoch verwendet worden sei.

Das Insektizid wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Nach NRW wurden laut Ministerium etwa 2,9 Millionen Eier aus den betroffenen Beständen geliefert, davon sollen etwa 875 000 in den Handel gelangt sein.

Fipronil kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der NVWA. Der Stoff sei auch in anderen Eiern gefunden worden, allerdings in einer niedrigeren Konzentration.

In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von zunächst sieben Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Daraufhin waren alle 180 Kunden des Schädlingsbekämpfungsunternehmens kontrolliert worden.

Niedersachsen Zahlen-Zank um mit Fipronil belastete Eier in Deutschland

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Laut Niedersachsens Agrarminister Meyer ist die Zahl der nach Deutschland gelieferten Fipronil-Eier mit über 35 Millionen mehr als drei Mal so hoch wie angenommen. Das Bundesagrarministerium bleibt aber bei 10,7 Millionen Eiern und warnt vor einer "massiven Überschätzung". Unterdessen ist mit Ungarn ein weiteres EU-Land hinzu gekommen, in dem verseuchte Eier nachgewiesen wurden.

In Deutschland hat es nach Angaben von Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer deutlich mehr Eier gegeben, die mit dem Insektizid Fipronil belastet waren, als bisher angenommen. Der Grünen-Politiker sagte während einer Landtagsdebatte in Hannover, allein in sein Bundesland seien 35,3 Millionen Fipronil-Eier geliefert worden. Das gehe aus Daten des EU-Schnellwarnsystems hervor.

17 Millionen Eier aus Niedersachsen

Laut Meyer wurden außerdem aus Niedersachsen knapp 17 Millionen Eier geliefert, die im Verdacht stehen, mit dem Insektizid belastet zu sein. Dabei handle es sich sowohl um Eier aus Verdachtsbetrieben in den Niederlanden als auch um Eier aus vier niedersächsischen Legehennenbetrieben, in denen Fipronil nachgewiesen wurde. Das Ausmaß des Fipronil-Skandals sei damit größer als vom Bundesagrarministerium behauptet, so der Grünen-Politiker.

Bundesagrarministerium warnt vor "Überschätzung"

Das Ministerium in Berlin hatte zuvor erklärt, es sei davon auszugehen, dass rund 10,7 Millionen möglicherweise mit Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden seien.

Zeitpunkt weiter unklar

Unklar bleibt weiterhin auch, wann genau die ersten mit Fipronil belasteten Eier in den Handel gelangt sind. Der niedersächsische CDU-Agrarpolitiker Helmut Dammann-Tamke erklärte bei der Landtagsdebatte in Hannover, dass Fipronil-Eier bereits ab Mai und damit über eine Zeit von zweieinhalb Monaten ausgeliefert wurden. Niedersachsens Agrarminister Meyer hält die Zeitspanne für deutlich zu hoch.

Foodwatch kritisiert Informationspolitik

Mehr Klarheit für die Konsumenten forderte unterdessen die Verbraucherorganisation Foodwatch. "Die Informationspolitik im Fipronil-Skandal ist katastrophal und offenbart: Von einer funktionierenden Rückverfolgbarkeit von Produkten kann keine Rede sein", sagte Foodwatch-Sprecher Dario Sarmadi. Noch immer wüssten die Verbraucher nicht, welche verarbeiteten Produkte mit Fipronil belastet seien.

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Neues Verfahren aus Dresden misst geringste Mengen Gift

Neues Verfahren aus Dresden misst geringste Mengen Gift

Mit Ungarn nun 17 EU-Länder betroffen

Derzeit sind 17 europäische Länder von dem Fipronil-Skandal betroffen. Am Dienstag kam als neues Land auch Ungarn hinzu. Wie die Behörde für Lebensmittelsicherheit des Landes mitteilte, wurden Tiefkühlgerichte asiatischer Art zurückgerufen, in denen möglicherweise belastete Eier verarbeitet sind. Sie wurden demnach von einer ungarischen Firma aus Deutschland angeliefert.

Verhaftungen in den Niederlanden

Die Fipronil-Belastung bei Eiern war vor zwei Wochen bekannt geworden. Offenbar wurde in den Niederlanden bei der Reinigung von Hühnerställen das Insektizid Fipronil eingesetzt. Inzwischen hat die niederländische Justiz zwei Verdächtige in Untersuchungshaft genommen. Es handelt sich um Mitarbeiter der Stallreinigungsfirma Chickfriend aus der Nähe von Utrecht. Ihnen wird Gefährdung der öffentlichen Gesundheit und des Besitzes verbotener Stoffe vorgeworfen. Im Visier der Ermittler steht zudem eine belgische Firma, die das Mittel geliefert haben soll.

Neuer Abschnitt

Fragen und Antworten Wie gefährlich sind Fipronil-Eier?

Fragen und Antworten: Wie gefährlich sind Fipronil-Eier?

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 16.08.2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2017, 16:56 Uhr

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Niederlande: Skandal um Gift-Eier breitet sich aus

  • 02.08.2017 20:05 Uhr
  • Update: 02.08.2017, 20:46 Uhr

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Bei einem Betrieb in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim mit 40.000 Freilandlegehennen waren nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Rückstände von Fipronil gefunden worden.

Utrecht/Hannover Der Skandal um verseuchte Eier aus den Niederlanden weitet sich aus. Das giftige Insektizid Fipronil wurde auch in mindestens fünf deutschen Betrieben benutzt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Hannover mitteilte. In einem Betrieb wurden Spuren des Stoffes in den Eiern gefunden. In den Niederlanden wurde Fipronil in den Eiern von weiteren 17 Geflügelbetrieben nachgewiesen. Demnach gelten nun Eier mit 27 Prüfnummern als gesundheitsschädlich.

Experten erwarten, dass die Zahl noch steigt, da noch nicht alle Testergebnisse der 180 gesperrten Betriebe vorlagen. Millionen mit dem Insektenvernichtungsmittel belastete Eier waren auch nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelangt und wurden inzwischen aus dem Handel genommen.

Mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden wurden möglicherweise auch nach Hessen geliefert. Es gebe mehrere Hinweise darauf, teilte das Umweltministerium mit. Die Schnellwarnstelle beim Regierungspräsidium Darmstadt und das Lebensmittelüberwachungsamt seien gebeten worden, „unverzüglich“ Maßnahmen zu ergreifen, um die möglicherweise belasteten Eier aus dem Verkehr zu ziehen. Nach Angaben des Ministeriums können sich Verbraucher auf dem Internet-Portal www.lebensmittelwarnung.de (Konsumeier) über die betroffenen Chargen-Nummern informieren.

Im Bundesland Bremen sind ebenfalls Eier aufgetaucht, die mit Fipronil belastet sind. Das teilte Verbraucherschutzsenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) mit Hinweis auf entsprechende Printnummern mit. Sie empfahl, diese Eier nicht zu konsumieren, sondern zu entsorgen oder dem Einzelhändler zurückgeben.

Mehr als Fleisch und Milch : Womit Bauern ihr Geld verdienen

Möglicherweise wurden mit Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden auch nach Bayern geliefert. „Das Land Brandenburg hat heute Nachmittag darüber informiert, dass in Bezug auf mit Fipronil belastete Eier auch Lieferwege nach Bayern bestehen“, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwochabend mit. Am Dienstag hatte es noch geheißen, Bayern sei nicht betroffen.

Der Lebensmittelhändler Rewe und seine Discounttochter Penny nehmen Eier aus den Niederlanden nach eigenen Angaben vorsorglich aus dem Verkauf. „Sollten Kunden bereits Eier mit der Kennzeichnung NL bei uns gekauft haben, so können sie diese zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet“, erklärte der Leiter des Qualitätsmanagements, Klaus Mayer. Die Rewe-Gruppe kündigte an, Eier aus den Niederlanden erst wieder zu verkaufen, wenn diese nachweislich frei von Fipronil seien.

Die niederländische Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA untersucht nun auch solche Nahrungsmittel auf Spuren von Fipronil, die Eier enthalten wie Mayonnaise, Pasta oder Eis. Die NVWA warnte vor dem Verzehr von belasteten Eiern. In zu hoher Dosis könne das Mittel Leber, Nieren und Schilddrüse schädigen. Die Behörde schränkte aber eine allgemeine Warnung ein, nachdem der Verband der Geflügelzüchter protestiert hatte. Durch die Affäre erlitten die betroffenen Betriebe bereits Verluste in Millionenhöhe, teilte der Verband mit.

Als Ursache gilt das Desinfektionsmittel Dega-16, mit dem Blutläuse bei Geflügel bekämpft werden sollen. Die 180 Betriebe sowie auch mindestens fünf niedersächsische Höfe hatten das Mittel von einem niederländischen Unternehmen in Barneveld bei Amersfoort bezogen.

Das auf ätherischen Ölen basierende Mittel war mit dem für Nahrungsmittel verbotenen Insektizid Fipronil vermischt worden. Es darf nicht in der Geflügelzucht verwendet werden. Die belgische Staatsanwaltschaft vermutet, dass ein belgischer Händler Fipronil beigemischt hat, wie die niederländische Agentur ANP berichtete. Unklar ist, ob der niederländische Reinigungsbetrieb davon wusste. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Das Unternehmen in Barneveld reagierte bislang nicht.

Fleischskandal in Brasilien : Bis zu 6000 Dollar für schmierige Steaks

Bei einem Betrieb in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim mit 40 000 Freilandlegehennen waren nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Rückstände von Fipronil gefunden worden. Vier weitere Betriebe, die Dega-16 erhalten hatten, wurden gesperrt.

Während die niederländische Behörde NVWA 27 Prüfnummern nannte, warnte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium vor weiteren belasteten Eiern aus den Niederlanden. Bei folgenden Chargen seien überhöhte Fipronil-Rückstände festgestellt worden: 0-NL-4310001, 1-NL-4167902, 1-NL-4385701, 1-NL-4339301, 1-NL-4339912, 2-NL- 4385702, 1-NL-4331901, 2-NL-4332601, 2-NL-4332602 und 1-NL-4359801. Die Nummern sind auf den Eierschalen aufgedruckt.

„Den Legehennenhaltern ist absolut kein Vorwurf zu machen. Hier war an anderer Stelle kriminelle Energie im Spiel“, sagte der Präsident der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbands Baden-Württemberg, Horst Wenk, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Landwirte sind wieder mal die Leidtragenden von kriminellen Handlungen anderer.“

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Fipronil-Skandal Verseuchte Eier auch in Thüringen

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Der Skandal um verseuchte Eier aus den Niederlanden hat nun auch Thüringen erreicht. Das bestätigte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums MDR THÜRINGEN am Freitag. Ein Vermarkter, der in Thüringen mehrere Handelsketten beliefert, habe die Belastung mit dem Läusegift Fipronil selber festgestellt. Die Einzelheiten müssten nun von der Thüringer Lebensmittelüberwachung geklärt werden. Ob verseuchte Eier auch verkauft wurden, ist noch unklar.

Gleichzeitig gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Einsatz des Insektengifts Fipronil in Thüringer Hühnerbetrieben. Das sagte Karin Schindler von der Lebensmittelüberwachung im Thüringer Gesundheitsministerium im Interview mit MDR THÜRINGEN. Diese Überprüfungen in den Ställen seien aber noch nicht abgeschlossen. Zudem gibt es aktuell auch keinen Fall im Freistaat, in dem nachweisbar belastete Eier weiterverarbeitet wurden, wie in Bäckereien. Schindler sagte außerdem, dass das Landesamt für Verbraucherschutz ständig das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel auswerte.

Keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden betroffene Eier an eine Packstelle in Thüringen geliefert und gelangten von dort aus in den Einzelhandel. Dabei handelte es sich um Eier aus ökologischer Haltung. Den Angaben zufolge tragen sie die Stempelnummer 0-NL-4352602 und haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 25. Juli 2017 und dem 20. August 2017. Die betroffenen Eier seien aus dem Handel genommen worden.

Thüringens Verbraucherschutzminister Dieter Lauinger (GRÜNE) forderte angesichts des Skandals mehr Transparenz. So wie die Eier selbst, müssten auch verarbeitete Eierprodukte gekennzeichnet werden, sagte der Minister am Freitag. Darüber hinaus müsste die Produktion regionaler Lebensmittel weiter gestärkt werden.

Aldi nimmt alle Eier aus dem Sortiment

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind mindestens drei Millionen mit dem Insektizid Fipronil kontaminierte Eier aus den Niederlanden und Belgien nach Deutschland geliefert worden. Ein großer Teil davon sei in den Handel gelangt. 13 Bundesländer seien betroffen. Als Folge des Skandals nahmen Aldi Süd und Aldi Nord deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Das teilten die Unternehmensgruppen am Freitag mit.

Der Discounter Lidl nimmt derzeit ausschließlich Eier von Lieferanten ins Sortiment, die nachweislich von Behörden oder akkreditierten Laboren negativ auf Fipronil getestet worden sind. Auch Rewe nimmt nicht grundsätzliche alle Eier aus dem Verkauf. Nach Aussagen des Qualitätsmanagements beobachte die Handelskette die Entwicklung engmaschig. Kaufland hat alle Eier aus den Niederlanden mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 16.08.2017 aus dem Verkauf genommen. Kunden, die betroffene Eier gekauft haben, können diese, auch ohne Vorlage des Kassenbons, in jeder Kaufland-Filiale zurückgeben.

Eier mit folgenden Nummern sind betroffen: Rückstandsbelastung mit Fipronil oberhalb der Bestimmungsgrenze von 0,005 mg/kg - Chargennummer /Printnummern auf dem Ei:

Die von amtlicher Seite aus bestätigten Eier mit Fipronil-Belastungen tragen folgende Stempelaufdrucke:

Fipronil Das Mittel Fipronil kommt als Pflanzenschutzmittel oder in der Veterinärmedizin zum Schutz von Hunden und Katzen vor Flöhen und Zecken zum Einsatz. Das Mittel ist nach Angaben des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) als Arzneimittel für die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren, wie etwa Hennen, verboten. Auslöser des Skandals ist das Desinfektionsmittel Dega-16, mit dem Blutläuse bei Geflügel bekämpft werden sollen. Darin wurde Fipronil beigemischt.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - das Radio | Nachrichten | 04.08.2017 | 05:00 Uhr

MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04.08.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2017, 21:55 Uhr

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7 Kommentare

05.08.2017 14:28 Normalo 7

05.08.2017 10:56 Fragender Rentner 6

Neuer Bereich

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Lebensmittelwarnung Fipronil-Eier in Thüringen

Fipronil-Eier in Thüringen

Vor diesen Produkten warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz.

Immer mehr Bundesländer mit niederländischen Gift-Eiern

Mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden tauchen in immer mehr Bundesländern auf. Millionen mit dem Mittel belastete Eier sind nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelangt und wurden inzwischen aus dem Handel genommen.

Möglicherweise wurden verseuchte Eier aus den Niederlanden auch nach Hessen und Bayern geliefert, wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten. Im Bundesland Bremen tauchten ebenfalls belastete Eier auf. Auch Eier aus einem deutschen Betrieb in Niedersachsen wurden positiv auf Fipronil getestet. Der Lebensmittelhändler Rewe und seine Discounttochter Penny nehmen Eier aus den Niederlanden nach eigenen Angaben vorsorglich aus dem Verkauf.

Aus Sicht der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) muss vor allem die Information der Kunden verbessert werden: «Neben einer zentralen Risikobewertung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) brauchen wir zukünftig konkrete Verhaltensempfehlungen im Sinne einer Krisenkommunikation - und zwar bundesweit einheitlich», sagte die Lebenmittelexpertin des Verbands, Jutta Jaksche, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Sie forderte für das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen klaren Auftrag der Bundesländer: Die Behörde sollte auf der Website auf der Grundlage einer BfR-Bewertung «klare Handlungsempfehlungen geben und nicht nur die Warnungen der Bundesländer zusammentragen».

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer verlangte eine Null-Toleranz-Politik. «Bei diesem toxischen Stoff gilt die Nulltoleranz. Er hat in Lebensmitteln nichts zu suchen», erklärte der Grünen-Politiker am Mittwochabend. Die Argumentation, für Kinder gehe bei einem Durchschnittskonsum in Deutschland keine Gesundheitsgefahr aus, verharmlose das Problem. Wenn ein Kind mehr Eier esse als durchschnittlich angenommen, sei die tägliche Aufnahmedosis dieses Giftes bereits überschritten.

Meyer betonte zudem, dass auch von verarbeitenden Eiern eine Gefahr ausgehe. Mangels Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Eiern sei die Herkunft der Eier nicht zu erkennen. Verbraucher könnten so belastete Chargen nicht erkennen. «Auch hier gilt die Nulltoleranz.» «Wer auch immer bewusst oder fahrlässig Mittel zur Schädlingsbekämpfung bei der Lebensmittelherstellung von Eiern und Fleisch verwendet hat, muss unnachgiebig zur Rechenschaft gezogen werden», forderte der Minister.

Doch nicht nur in den Niederlanden ist die illegale Mixtur des Milbenbekämpfungsmittels Dega-16, die das Fipronil enthält, zum Einsatz gekommen. Bei einem Betrieb in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim mit 40 000 Freilandlegehennen wurden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Eier mit Fipronil gefunden. Damit sind auch erstmals Eier mit einer deutschen Printnummer betroffen: Das Ministerium warnt vor Eiern mit der Nummer 1-DE-0357731. Vier weitere Betriebe, die Dega-16 erhalten hatten, wurden gesperrt.

Als Auslöser des Skandals gilt das Desinfektionsmittel Dega-16, mit dem Blutläuse bei Geflügel bekämpft werden sollen. Darin wurde Fipronil beigemischt, was in der Geflügelzucht nicht verwendet werden darf. Ein belgischer Händler steht im Verdacht, dies getan zu haben.

Verbraucherzentrale warnt auch vor Eiern aus Niedersachsen

Im Skandal um verseuchte Eier hat die Vebraucherzentrale Bremen jetzt auch ihr Augenmerk auf Eier aus Niedersachsen gerichtet. Gestern war bekannt geworden, dass nicht nur Eier aus den Niederlanden mit dem Insektizid Fipronil belastet sind. Auch fünf niedersächsische Betriebe wurden vorläufig gesperrt, weil dort ein mit Fipronil versetztes Reinigungsmittel verwendet wurde. Die niedersächsichen Behörden warnen jetzt auch vor dem Verzehr von Eiern dieser niedersächsichen Betriebe. Aktuell betroffen ist die Chargennummer: 1-DE-0357731.

Die Verbraucherzentrale Bremen geht einen Schritt weiter.

Da auch Betriebe in Niedersachsen Desinfektionsmittel mit Fipronil verwendet haben, empfehlen wir vorsorglich Familien mit Kindern, vorerst auf niedersächsische Eier zu verzichten. Sie sind auf dem Stempelaufdruck an der Ziffer 03 zu erkennen, die direkt nach dem DE-Kennzeichen folgt.

Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen

Der Landkreis Vechta hat unterdessen 800.000 Eier aus den Niederlanden für den Weiterverkauf gesperrt. Ein Importeur aus dem Kreis Vechta hatte Proben der Eier genommen. Die Eier von zwölf verschiedenen Herkunftsfarmen aus den Niederlanden seien mit Fipronil belastet gewesen, teilte der Kreis mit.

Auch in Bremen sind versuchte Eier aufgetaucht

Gestern hatte bereits das Bremer Ressort für Gesundheit und Verbraucherschutz erklärt, dass verseuchte Eier in Bremen im Umlauf sein könnten. Verbraucher sollten auf jeden Fall die Kennung auf den Eiern überprüfen. Verbraucherschutzsenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) warnte vor Eiern mit folgenden Aufdrucken: 0-NL-4310001, 1-NL-4167902, 1-NL-4385701, 1-NL-4339301, 1-NL-4339912, 2-NL- 4385702, 1-NL-4331901, 2-NL-4332601, 2-NL-4332602, 1-NL-4359801.

Die Bundesländer informieren auf der Internetseite lebensmittelwarnung.de über aktuelle Entwicklungen in dem Skandal. Dort finden sich auch alle Chargennummern, die bislang betroffen sind.

Der Wirkstoff wird bei Hunden und Katzen als Mittel zur Bekämpfung von Parasiten eingesetzt. Bei Lebensmittel liefernden Tieren ist die Anwendung verboten. Fipronil ist in Lebensmitteln nicht zugelassen. Der Wirkstoff kann toxisch auf das Nervensystem wirken. Es kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, Haut und Augen reizen sowie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen auslösen. Die derzeit gemessenen Fipronil-Werte der Eier sind zwar nicht sehr hoch: "Für Erwachsene ist das noch nicht gefährlich", sagte eine Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Wegen Analyseergebnissen in Belgien hatte das BfR allerdings vor einem potenziell akuten Gesundheitsrisiko für Kinder beim Verzehr der Eier gewarnt.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 2. August 2017, 12 Uhr

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Düsseldorf. In NRW werden fast 900.000 Eier zurückgerufen – sie sollen mit Biozid belastet sein. Ein Gesundheitsrisiko besteht aber nicht. Verena Kensbock. Journalistenschülerin. Autor anschreiben. Kontaktieren Sie den Autor. Ihr Name. Ihre E-Mail-

Einem WDR Bericht zufolge werden in Nordrhein-Westfalen mehr als 850.000 Eier aus den Niederlanden zurückgerufen. Ob die belasteten Eier nur nach NRW oder auch in andere Bundesländer gelangt sind, ist derzeit offen. Hintergrund ist eine Belastung

Ganze 875.000 Eier werden in Nordrhein-Westfallen zurückgerufen. Sie wurden aus Belgien und den Niederlanden nach Deutschland exportiert. Dort waren erhöhte Gehalte an Fipronil in Eiern festgestellt worden, wie das Schnellwarnsystem für Lebens-. Etwa 2,9 Millionen Eier aus betroffenen Beständen wurden auch nach NRW geliefert, davon gelangten etwa 875.000 Eier in den Handel. Die zuständigen Überwachungsbehörden klären derzeit die Vertriebswege der Eier und haben eine Rücknahme vom

Katrin Ostermann

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Aus den Niederlanden und Belgien werden Tag für Tag Unmengen von Eiern exportiert, auch nach Deutschland. Nun schlagen Experten Alarm, weil Hunderttausende Eier mit einem Pestizid belastet sein könnten. Die niederländischen Behörden riefen bereits mehrere Millionen verseuchte Eier aus Supermärkten zurück. Der Verzehr der Eier könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA am Dienstag. Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil.

In NRW waren bereits am Sonntag fast 900 000 Eier zurückgerufen worden. Zuvor waren in einer Packstelle im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen mit Fipronil belastete Eier gefunden worden. Allerdings betonte das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium, es bestehe kein Gesundheitsrisiko. Bislang ist nicht bekannt, ob derart belastete Eier auch in andere Bundesländer gelangt sind.

Nordrhein-Westfalen lässt derzeit prüfen, ob auch andere Packstellen in dem Bundesland Eier mit Fipronil erhalten haben könnten. «Wir haben ein entsprechendes Monitoring-Programm aufgesetzt», sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Rückruf der belasteten Chargen aus Belgien und den Niederlanden rechnete er nicht damit, dass weitere Eier dieser Ladungen in den Regalen zu finden sind: «Es dürften eigentlich keine Eier mit dieser Stempelnummer mehr im Verkauf geben.»

«Fipronil hatten wir noch nie, das ist für unsere Fachleute etwas Neues», sagte der Sprecher. Die Anwendung bei tierischen Produkten sei nicht erlaubt. In Belgien und den Niederlanden müsse nun geprüft werden, warum es dennoch verwendet worden sei.

Das Insektizid wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Nach NRW wurden laut Ministerium etwa 2,9 Millionen Eier aus den betroffenen Beständen geliefert, davon sollen etwa 875 000 in den Handel gelangt sein.

Läusebekämpfungsmittel kann Organschäden verursachen

Fipronil kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der NVWA. Der Stoff sei auch in anderen Eiern gefunden worden, allerdings in einer niedrigeren Konzentration.

In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von zunächst sieben Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Daraufhin waren alle 180 Kunden des Schädlingsbekämpfungsunternehmens kontrolliert worden.

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Newstime vom 20. November 2017

Mahnende Worte: Nach der Jamaika-Pleite redet der Bundespräsident der Politik ins Gewissen. Gähnende Leere: FDP-Chef Lindner lässt mitten in der Na.

Fipronil - erste Verdachtsfälle um verseuchte Eier in Österreich

Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier hat nun auch Österreich erreicht.

SN/APA (Belga)/KRISTOF VAN ACCOM Der Skandal schlägt weiter hohe Wellen.

Am Donnerstag hat die Lebensmittelaufsicht Oberösterreich erstmals bestätigt, dass auch in Österreich verdächtige Eier aufgetaucht sind, die mit dem Insektengift Fipronil verseucht sein dürften. Zwei oberösterreichische Großhändler haben gekochte und geschälte Eier aus den Niederlanden an heimische Gastronomen verkauft. Eine Rückholaktion ist angelaufen. Die Eier stammen aus Chargen, für die in Deutschland eine Warnung gelte, hieß es aus dem Büro des zuständigen Landesrats Rudi Anschober (Grüne). Sofort nach den entsprechenden Informationen seien die belieferten Abnehmer von den beiden Händlern verständigt worden. Noch am Donnerstag sollten Proben an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nach Wien geschickt werden, informierte eine Sprecherin von Anschober. Insgesamt dürften mehrere Hundert Kilo jener gekochten und geschälten Eier in Österreich weitergegeben worden sein. Heimische Frischeier, die in den Supermärkten verkauft werden, seien aber nicht betroffen, betonte die Sprecherin ausdrücklich.

Fipronil sei laut AGES nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht krebserregend und erbgutschädigend. Es könne aber beim Menschen neurotoxisch wirken. In höheren Dosen führe es zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Bei jenen Mengen Fipronil, die bisher in den Eiern in der Niederlande sowie in Deutschland gefunden wurden, sei von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung für Menschen auszugehen. Gehe man von dem höchsten in einem Ei gemessenen Wert aus, so wäre eine tägliche Aufnahmemenge von sieben Eiern für Erwachsene bzw. ein Ei für ein Kind mit zehn Kilogramm Körpergewicht tolerierbar.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte eine "lückenlose Aufklärung im Zusammenhang mit dem Fipronil-Skandal, auch, was seine Auswirkungen auf Österreich" betreffe. Für die Zukunft will Greenpeace mehr Transparenz und eine Kennzeichnung der Haltung von Legehennen und der Herkunft auch bei verarbeiteten Eiern in Produkten wie Backwaren oder Mayonnaise.

Fipronil kommt als Pflanzenschutzmittel oder in der Veterinärmedizin zum Schutz von Hunden vor Flöhen und Zecken zum Einsatz. Der in den 1980er-Jahren in Frankreich entwickelte Wirkstoff ist allerdings auch für Honigbienen in hohem Maße giftig. 2013 hat die Europäische Union daher beschlossen, den Einsatz des Mittels in der Landwirtschaft zu begrenzen. Um Bienenvölker besser zu schützen, darf das Mittel zum Beispiel nicht mehr zur Saatgutbehandlung von Mais verwendet werden.

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier erhöhten zuletzt die Justiz in Belgien und in den Niederlanden den Druck. In beiden Ländern laufen derzeit "mehrere Durchsuchungen", wie die Staatsanwaltschaft im belgischen Antwerpen und die niederländische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Die Untersuchung des Skandals war in Belgien bereits Anfang Juni aufgenommen worden.

Unterdessen sind in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um zwei Manager des Unternehmens, welches das Insektengift in Agrarbetrieben angewandt habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Niederländischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Unternehmen um die niederländische Firma Chickfriend.

20 Tonnen mit Fipronil belastete Eier sind laut der dortigen Behörde für Lebensmittelsicherheit nach Dänemark geliefert worden. Eine dänische Firma habe die gepellten und gekochten Eier von einem belgischen Händler bezogen - produziert wurden die Eier den Angaben zufolge aber in den Niederlanden.

In Rumänien ist eine Tonne mit Fipronil verseuchtes Flüssig-Eigelb aus Deutschland entdeckt worden. Wie die nationale Veterinärbehörde ANSVSA in Bukarest mitteilte, wurde das belastete Flüssigeigelb in einer Lagerhalle im Westen des Landes gefunden. Das Flüssigeigelb sei nicht in den Verkauf gelangt.

Seinen Ursprung hat der Skandal um Millionen mit dem Insektengift belastete Eier nach bisherigen Erkenntnissen in Belgien. Dort wurde offenbar verbotenerweise ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Dieses Mittel wurde auch in Ställen in den Niederlanden und in einigen Fällen auch in Deutschland eingesetzt. Millionen der belasteten Eier aus den Niederlanden wurden nach Deutschland verkauft.

Aufgerufen am 20.11.2017 um 07:28 auf https://www.sn.at/panorama/international/fipronil-erste-verdachtsfaelle-um-verseuchte-eier-in-oesterreich-16171255

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Gift-Eier aus den Niederlanden in Brandenburg aufgetaucht

Die mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eier sind in Brandenburg aufgetaucht. Sie könnten auch nach Berlin gelangt sein.

Der Skandal um belastete Eier aus den Niederlanden weitet sich aus

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch in Brandenburg sind mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden aufgetaucht und es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Eier auch nach Berlin gelangt sind.

Eine Handelskette habe ihre Filialen mit belasteten Eiern beliefert, sagte ein Sprecher des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums am Donnerstag. Fipronil wird in Ställen zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Eier sollten vor dem Verzehr auf ihre Herkunft überprüft werden, ob sie die Kennung NL tragen, hieß es. Bislang waren in den Niederlanden in 28 Betrieben mit Fipronil belastete Eier entdeckt worden, inzwischen sind sie in mehreren deutschen Bundesländern aufgetaucht.

Stichprobenartige Untersuchungen in Filialen geplant

Von der betroffenen Handelskette seien bereits am Mittwoch vorsorglich alle Eier mit NL-Printnummern aus den Großhandelslagern und Verkaufsfilialen zurückgerufen worden. Ein im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ansässiges Zentrallager werde derzeit durch die Lebensmittelüberwachungsbehörde kontrolliert, sagte der Sprecher. Später seien stichprobenartige Untersuchungen in Filialen geplant.

Eier womöglich auch nach Berlin gelangt

Mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier sind womöglich doch nach Berlin gelangt. Es sei nicht auszuschließen, dass aus einem Brandenburger Logistikzentrum betroffene Ware auch nach Berlin gebracht wurde, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Donnerstag. Lebensmittelkontrolleure der Bezirke hätten mit der Suche begonnen, nachdem die Belieferung des Brandenburger Zentrums mit den Gift-Eiern bekannt geworden war. "Bislang können wir keinen Fund bestätigen", so der Sprecher. Vor einigen Tagen hatte die Behörde mitgeteilt, keine Kenntnis über derartige Lieferungen zu haben.

Das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betriebene Portal lebensmittelwarnung.de listete am Donnerstag elf Länder auf, in denen vor den mit dem Insektizid belasteten Eiern gewarnt wird. Dazu gehören Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein Baden-Württemberg und Bayern. Wo genau die Eier gefunden wurden, ist noch unklar.

Fipronil ist ein Gift mit schneller und langanhaltender Wirkung gegen Parasiten wie Flöhe, Läuse, Zecken und Raubmilben. In Tierversuchen zeigte sich, dass es toxisch auf das Nervensystem wirken kann. Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz ist das Insektengift in Lebensmitteln nicht zugelassen und auch bei Lebensmittel liefernden Tieren wie Schweinen, Rindern, Schafen, Pferden, Bienen und Speisefischen verboten.

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