понедельник, 15 января 2018 г.

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Details zu Dekoration Eier Ostern, Osterkranz, Eierkranz

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Is Easter in Germany a Fading Tradition?

The Origins of Easter and it's Relevance in Germany

The Germanic celebration of Easter (Ostern in German) is very much like that in most of the Christian world. It features the same fertility and spring-related icons—eggs, bunnies, flowers—and many of the same Easter customs. The three major German-speaking countries (Austria, Germany, and Switzerland) are predominantly Christian and Easter is an important time for both Catholics and Protestants in the German-speaking lands.

The art of decorating hollowed-out eggs (ausgeblasene Eier) for Easter is an Austrian and German tradition. A little bit to the east, in Poland, Easter is a way more relevant holiday than in Germany.

The Origins of Easter Go Back to Pre-Christian Times

The Easter celebration goes back to the earliest days of the Christian church. But the date of this festival has been controversial from the very beginning. Even the origin of the name of the most important celebration in the Christian calendar is unclear. But there is agreement on the fact that, like several other Christian holidays, most Easter customs can be traced back to pre-Christian, pagan rites and celebrations related to the arrival of spring. It is not by accident that Easter features such symbols of fertility as the egg and the rabbit, aka the Easter bunny (der Osterhase).

The Easter celebration (das Osterfest) takes on both religious and secular forms.

The Christian religious celebration is the most important day in the church calendar, reflecting Christianity's very beginnings in the Resurrection of Jesus. In the western church, Easter is celebrated on the first Sunday following the first full moon after the vernal equinox (die Tagundnachtgleiche).

(Eastern Orthodox Easter follows the same formula, but with the Julian calendar, so the date can fall one, four, or five weeks later.) Because of this "movable feast" -Ostern ist ein beweglicher Feiertag- depends on phases of the moon (Mondphasen), Easter can be observed between March 22 and April 25. This lovely calendar page will help you find the Easter date for the coming ten years.

The Origins of the Word "Ostern"

In quite a few languages Easter is called differently. A few examples:

Only a few know that in German, Easter had a similar name coming from Franconian: pāsche but through the Anglo-Saxon influence, the word Easter / Ostern became more prominent. The origin of Easter in Old-Germanic is most likely Austrō > Ausro „Morgenröte“ (dawn / aurora) hinting for some at the dawn of Jesus' resurrection (Auferstehung), for others at pagan traditions. The German word "Ostern" is a plural form.

The Origin of "pāsche" is the Hebrew word "Pessach" (=passover) which is connected to the Lord leading the People of Israel out of Egypt and turned into a tradition to wake the night in honor of the Lord.

Childhood Memories of Easter

And a few words on Christianism in Germany

Born in 1972, I grew up with a Catholic father and a rather atheistic or slightly Protestant mother in a very small Catholic enclave in Lower Saxony. I remember decorating bamboo sticks with fruits and bast fiber for Palm Sunday and a few religious parades through the village. Compared to Christmas, Easter was rather disappointing as the presents were not really worth mentioning. I shared that disappointment with quite a few other kids. I clearly failed to understand the true purpose of Easter.

From my experience and better knowledge, Christianism is practiced rather weakly in Germany and those who take religion seriously are considered to be backward thinking. So don't be surprised if you perceive weird looks when you openly state that you are a firm believer in God to a German, especially when you come to Berlin.

A few weeks ago I was asked by a tourist where to find a Catholic church and had to send her to the Polish church that I knew from acquaintances of mine as most churches here are Protestant. I found it a rather funny occurrence as Berlin is considered the atheist capital of Europe.

In general, it's the people of the South and the West that are more religious than those in the North and East.

Your Experience

What is your relation to the Easter celebration? How do you deal with the fact, that it mixes Pagan traditions with Christian ones? What memorable Easter experiences would you like to share with your children and children's children?

What to read next

  • Check this page for other interesting Easter Facts
  • Expand your vocabulary with our Easter Glossary in English and German language.

ORIGINAL ARTICLE: Hyde Flippo

EDITED: 16th of June 2015 by Michael Schmitz

Ostergeschichten – Ostergedichte – Ostern

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Gaby Schumacher: Aus … für Osterhasen?

Aus … für Osterhasen? (Eine gute Idee …)

„Schnell, Herr Lehrer!“, drängte eine aufgeregte Schülerschar in der Grünen Schule. „Hoppel kauert da so reglos die ganze Zeit in der Ecke.“

Oberhase Langlöffel richtete eben diese in Richtung des Gebüsches, aus dem ein weinerliches Gefiepse zu hören war. Mit ein paar schulmeisterlichen Hopsern flitzte er zu dem Hasenkind. Das saß da mit einer Miene, als ob die Welt untergegangen wäre. „Was hast du denn?“, fragte er mitleidig. Ein Schnief, noch ein Schnief: „Ich möchte so gerne Eier bemalen. Aber da ist die schlimme Vogelgrippe. Die Menschen essen deswegen wahrscheinlich zu Ostern gar keine Eier mehr. Die haben doch Angst!“ Erneut schluchzte der kleine Hase auf: „Was mache ich denn dann als arbeitsloser Osterhase?“

Langlöffel seufzte. So ganz unrecht hatte der Kleine ja nicht mit seinem Kummer. Ja, die Vogelgrippe: In Hasenkreisen erzählte man sich, dass die Menschen vor lauter Panik Zigtausende bedauernswerter gesunder Hühner, Puten und Gänse getötet hatten. „Bisher hat sich gottlob kein Häschen angesteckt. Sonst würden sie uns auch noch umbringen!“, dachte er.

Aber sein Schützling brauchte dringend Trost. „Hoppel, du bist und bleibst ein Osterhase. Dann bringen wir den Menschen eben selbstgeflochtene Körbchen mit bunten Blumenbildchen darin. Darüber freuen sie sich bestimmt!“

„Meinst du wirklich?“, leuchteten da die dunklen Kulleraugen des Hasenkindes auf.

„Und ob! Außerdem ist diese schreckliche Krankheit eines Tages wieder verschwunden. Da bin ich mir ganz sicher!“ „Und dann bemalen wir wieder Eier mit ganz doll leuchtenden Farben, ja!?“, strahlte da Hoppel schon wieder viel munterer. „Genau!“, lachte sein Lehrer.

Alle die anderen Hasenkinder hatten sich inzwischen um die Beiden geschart und das Gespräch mitangehört. Manche waren zwar nachdenklich geworden, aber Oberhase Langlöffel war fröhlich und das steckte an. Eifrig steckten sie die Köpfe zusammen und beratschlagten, wie zum Beispiel die Körbchen aussehen sollten und welche Blümchen sie malen wollten. Sie waren sich einig: Gänseblümchen, gelbe Tulpen und auch Osterglocken gehörten dazu. Vor allem die Osterglocken durften nicht fehlen.

Sofort machten sie sich an die Arbeit. Lehrer Langlöffel zeigte ihnen, wie man Körbe flicht. Mit vor Begeisterung zitternden Näschen werkelten und malten die Häschen, dass es eine wahre Freude war, ihnen zuzusehen.

Am Ostersamstag nahmen sie ihre Kiepen, füllten sie mit den lustig bunten Körbchen und den süssen Osterbildern, schlichen sich in die Gärten der Menschen und versteckten ihre Gaben hinter Steinen und Hecken, manches auch hinter Blumenkübeln. Unser Hoppel suchte sich eine besonders schöne Ecke für sein Geschenk an die Menschenkinder aus. Er stellte das Körchen mit einem wunderschönen Blumenbild direkt vor die Terrassentüre und legte noch einen Strauß Osterglocken daneben.

Am Ostersonntag hopste er aufgeregt nochmals in eben jenen Garten, huschte in eines der dichten Gebüsche vor dem Zaun und wartete sehnsüchtig auf das Erscheinen der Menschenkinder. Wie sie wohl reagierten?

Er hatte Glück. Hoppel musste sich nicht mehr lange gedulden, bis er eine helle Stimme hörte: „Mami, Papi! Guckt mal, was das Osterhäschen gebracht hat. Ist das aber niedlich!“ Unser Hasenjunge freute sich wie toll. Neugierig und auch stolz schlinste er zur Terrasse. Dort stand ein kleines Mädchen und hielt glückstrahlend sein Körbchen hoch in die Luft, besah es sich von allen Seiten. Dann entdeckte es das Bild.

„Mami, das schick‘ ich Oma als Geschenk vom Osterhasen!“

Ganz leise huschte Hoppel hinweg. Sein Hasenherz klopfte laut. Auch er war glücklich. Er hatte etwas gelernt:

Es kommt nicht darauf an, was man schenkt, sondern dass man es mit Liebe tut.

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Heidrun Gemähling: Das Osterhasenmärchen

Das Osterhasenmärchen

Es gab in einem großen tiefen dunklen Wald eine Osterhasenschule. Alle kleinen Häschen besuchten sie jeden Tag und lernten Ostereier zu bemalen. Es gab in dieser Schule viele kleine Tische, auf denen die Eier in einer Halterung standen, damit sie nicht umgestoßen werden konnten, denn zwischendurch tobten die Häschen wild umher. Nur eines nicht, das saß ganz in der Ecke auf einer Kiste und schaute nur Tag für Tag dem ganzen Treiben zu. Niemand wurde gezwungen ein Osterhase zu werden, denn das war eine Regel der Osterhasenschule. Dieses kleine zuschauende Hasenkind spitzte die Ohren nach allen Seiten, um irgendwie zu erfahren, woher denn die immer neuen Eier kämen. Manchmal rief es quer durch den Raum: „Hallo Freunde, kann mir mal einer sagen wo täglich die Eier herkommen?“ Dann wieder zupfte es jeden Einzelnen am Fell und fragte mit schriller Stimme: „Wann hast du dieses Ei gelegt und wo?“ Dem Osterhasenoberlehrer war das nicht recht und er schlich sichtlich nervös durch Reihen und Bänke, in der Hoffnung, dass das kleine fragende Häschen bald verstummen möge. Jedes mal wenn es wieder Fragen stellte, taten alle sehr beschäftigt, tauchten große und kleine Pinsel in bunte Farbentöpfe, drehten die Eier hin und her, konzentrierten sich einfach nur auf das Anmalen. „Warum malst du nicht mit?“, fragte eines Morgens ein neuer Hasenlehrer den in der Ecke sitzenden kleinen Hasen, der wie immer seine Ohren spitze, um doch noch irgendwie auf das „Geheimnis“ der Osterhasen zu kommen.

Von seinen Eltern erfuhr es stets, dass Hasen keine Eier legen können, sondern ganz ganz niedliche winzige klitzekleine Häschen bekämen. Daher wurde seine Neugierde immer größer und es dachte Tag und Nacht darüber nach, wie es dem Geheimnis auf die Spur kommen könnte. Eines Tages hatte es eine Idee.

Es hatte bemerkt, dass alle zur gleichen Nachmittagszeit nach Hause gehen mussten und durften auch niemals zurückkommen, falls sie etwas vergessen hatten. So wollte es die Schulleitung. Jeden Tag schrieb ein anderer kleiner lernender Osterhase die Regeln mit bunter Hasenkreide an eine Tafel, die gegenüber der Tür hing. Als das neugierige Häschen mal fragte: „Warum müssen wir denn so pünktlich gehen und dürfen nicht noch ein wenig bleiben oder zurückkommen?“, fasste der neue Hasenlehrer ihn bei den Ohren, hob ihn hoch und schwang ihn durch die Lüfte hin und her. „So ergeht es jedem von euch, der unnötige Fragen stellt, denn Osterhasen legen seit vielen Jahrhunderten Eier und damit basta!“ Ängstlich und erschrocken hoppelten die gehorsamen Hasen schnell nach Hause.

Nur das neugierige Häschen nicht, denn es versteckte sich heimlich still und leise in die Kiste in der Ecke, auf der es immer saß und nachdachte. Es war bereits finster geworden, als knarrend die Tür aufging und ein alter Hase mit einer Kiepe auf dem Rücken in den Raum trat. Er stellte den Korb auf den Fußboden und packte vorsichtig die schönen bunten Eier in die Kiepe, setzte sich anschließend in die Hocke, schnallte sich alles auf den Rücken und machte sich schnaufend davon. Was das neugierige Häschen da zu sehen bekam, war so beeindruckend und spannend, dass es sich ebenfalls aus der Tür schlich und dem alten Osterhasen nachhoppelte, aber leise und unbemerkt. Lange schlichen sie so durch den dunklen Wald bis hin zu einer Lichtung. In der Nähe stand ein altes Bauernhaus mit einem angrenzenden Hühnerstall, in den der schwerschleppende Hase verschwand. Vorsichtig schloss er die morsche Tür und stieg einige Stufen die Hühnerleiter hinauf. Von großer Neugierde geplagt stellte sich das Häschen draußen hoch auf die Hinterbeine und schaute durch eine geöffnete Luke. Was es da sah, konnte es kaum fassen. Seine sonst gespitzten Ohren klappten vor Schreck nach unten und seine langgestreckten Hinterbeine fingen an zu zittern. Es sah die friedlich schlafenden Hühner, die von weißen Eiern umgeben waren und sah aber auch, wie der alte Hase diese Eier mit seinen mitgebrachten bunten Ostereiern vertauschte. „Also das ist das besagte, ewige Osterhasengeheimnis“, dachte das kleine Häschen und stellte sich hinter einen dicken Holzbalken, um vom alten Osterhasen nicht gesehen zu werden, wenn er den Hühnerstall verlässt. „Ich hab’s wieder geschafft“, hörte es den Alten murmeln, der wieder mit der neuen weißen Eierlast im dunklen Wald verschwand.

Da das neugierige Häschen nun aber noch nicht wusste, was mit den bunten Eiern geschah, blieb es bis zum Morgen in seinem Versteck. Eine gekrümmte alte Frau kam schlurfend auf den Hühnerstall zu, öffnete die Tür und holte freudestrahlend die buntbemalten Eier aus den Nestern. „Welch eine Freude für die vielen Kinder in unserem Land!“, rief sie laut in die Morgenlüfte, denn hören konnte sie keiner weit und breit. Das nächste Haus war weit entfernt.

Das ist nun das „Osterhasengeheimnis“. Wie immer ging das neugierige Häschen in die Osterhasenschule und saß diesmal wissend und gelassen auf der gewohnten Kiste in der Ecke. Es lächelte still schmunzelnd vor sich hin und sang ein selbstgedichtetes Hasenlied. „Ich bin ein schlauer Hase und gebe keine Ruh‘, denn Hasen legen nicht Eier vor Ostern immerzu. Oho, aha, ihi – ich bin ein schlauer Hase!“ Dieses wiederholte er oft und gerne, bis der Oberhasenlehrer, der das schon draußen hören konnte, ihm erneut die Ohren lang zog und ihm das Lied ein für allemal verbot. Beschämt aber nicht traurig setzte es sich still in seine Ecke. All seine Hasenfreunde fingen auch an, ihm das Singen zu verbieten, denn sie wollten gute Osterhasen werden und mussten daher viel lernen.

Eines Morgens stellte sich das neugierige Häschen auf die Kiste und sagte mit fester Stimme: „Seit ich das Geheimnis der Osterhasen kenne, hält mich nichts mehr in dieser Osterhasenschule. Ich will kein Osterhase mehr werden, denn ich suche mir lieber eine Hasenfrau, und die legt mir klitzekleine süße Hasenkinder ins Nest. Ich gehe jetzt und komme auch nie mehr zurück!“ Erstaunt schauten die übrigen Hasen und der Oberhasenlehrer dem davonhüpfenden Häschen hinterher, das nie wiederkam. Mit ihm verschwand auch das Osterhasengeheimnis. Weil alle anderen Osterhasen es nie erfahren konnten, verbreitete sich dieses Märchen vom „eierlegenden Osterhasen“ über die ganze Erde.

Zu Hause erzählte das nun wissende Häschen alles ausführlich seinen Eltern. Sie nahmen es in den Arm, drückten und küssten den Kleinen so heftig, dass er ganz verzottelt aussah und bestätigten ihm erneut, dass Hasen keine Eier legen können, sondern nur die Hühner. „Aber warum gibt es denn dieses Osterhasenmärchen?“, fragte es ganz leise und sah hinauf zu seinen Eltern. „Warum,“ erwiderte der Vater „weil die kleinen Menschenkinder gerne Märchen hören und die Erwachsenen sie gerne erzählen.“

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Hans Seldron: Der stolze Hahn

Der stolze Hahn

Im Hühnerstall ist jetzt was los,

weil in der Osterzeit

Dick und Dünn und Klein und Groß

nach bunten Eiern schreit.

Die Hühner gackern Tag und Nacht

und legen Ei um Ei.

Der Hahn stolziert in voller Pracht,

ihm ist das einerlei.

Von Arbeit hält der Hahn nicht viel,

er hält sich für schlauer.

Die Arbeit ist für’s Hühnervieh,

doch da naht schon der Bauer.

Und dann wird der stolze Hahn

– dreimal darfst du raten –

gefangen, geschlachtet und gerupft

und endet als Osterbraten.

Und die Moral von der Geschicht:

Wer fleißig seine Arbeit macht,

der wird nicht so schnell umgebracht.

Doch wer zu hoch trägt seinen Kopf,

der landet manchmal rasch im Topf.

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Katharina Britzen: Jiggollo aus Hühneregg

Jiggollo aus Hühneregg

Kurz vor Ostern herrschte in Hühneregg Aufruhr. Das hatte einen Grund. Hatte doch der Bauer den Hahn Jiggollo, der in die Jahre gekommen war, davongejagt.

„Du bist alt, Jiggollo, du bist zu nichts mehr nütze. Mach dich davon. Ich will dich hier nicht mehr sehen“, hatte er Jiggollo angeherrscht und ihm gedroht: „Wenn du nicht sofort aus Hühneregg verschwindest, landest du im Kochtopf.“

Wie rannte da Jiggollo um sein Leben. Hinein in den dunklen Wald. Er konnte sich nicht einmal mehr von seinen Freunden verabschieden.

Sämtliches Hühnervieh von Hühneregg war geschockt. Sie waren entsetzt über diesen herzlosen Bauern. An diesem Morgen war ihnen das Eierlegen gründlich vergangen und kein Kikeriki weckte Hühneregg. Stattdessen verbreitete sich in ganz Hühneregg Empörung.

So was hatte Jiggollo nicht verdient. Jahrelang war er treu und redlich seiner Arbeit nachgegangen. Es war auch sein Verdienst, dass ihre Eier weit über die Grenzen von Hühneregg hinaus bekannt waren. Nicht umsonst belieferte Hühneregg alljährlich die Osterhasen in der ganzen Welt. Und wie sie in den letzten Wochen geschuftet hatten! Für das bevorstehende Osterfest. In Hühneregg lief die Eierproduktion auf Hochtouren.

„Eure Eier schmecken gut. Der Dotter ist herrlich gelb. Selbst beim Kochen platzen sie nicht auf. Haben eine glatte, schöne Schale, die sich wunderbar bemalen lässt“, hatte Osterhase Stummelschwanz geschwärmt. Zum Beweis ein frisch gefärbtes Osterei in Regenbogenfarben geschält und vor aller Augen herzhaft hineingebissen. „Mmmmhhhh. Lecker. Meine Leibspeise sind und bleiben Ostereier.“ Nicht ein Krümel Ei war übrig geblieben. Körbeweise transportierten die Osterhasen die Eier in ihre Malstuben.

Noch in derselben Nacht berief Glucke Mia, eine Freundin von Jiggollo, eine Versammlung ein. Alle kamen. Im Schutz der Nacht kletterten sie über die Hühnerleiter nach Hühneregg. Unter ihnen auch Küken.

Mia hatte auf der obersten Sprosse Platz genommen. Nachdem alle Hühner eingetroffen waren, eröffnete sie die Versammlung mit den Worten: „Ihr Hühner von Hühneregg. Unserem Freund Jiggollo ist etwas Grausames widerfahren. Dieses Schicksal kann auch uns treffen. Jiggollo ist aus Hühneregg davon gejagtworden wie ein räudiger Hund. Das dürfen wir nicht zulassen. Es ist unsere Pflicht, Jiggollo zu helfen. Er soll wieder zurück in unser Dorf kommen. Zurück nach Hühneregg, das sein Zuhause ist.“

Daraufhin hatten die Hühner ihre Federn gespreizt, mit den Zehen gescharrt und erbost gegackert. „Gockgockgockockockkkkkko … Unverschämt. Den armen Jiggollo einfach so zu verjagen … gockgockgockgockkkkkkkoooock. Dieser böse Bauer.“

Mia gackerte: „Beruhigt euch, Freunde. Bitte Ruhe. So kommen wir nicht weiter. Lasst uns überlegen, wie wir Jiggollo helfen können. Denkt nach. Wer hat eine Idee?“

Die Versammlung hatte die ganze Nacht gedauert. Hin und her hatten die Hühner überlegt. Ohne Erfolg. Verzweiflung machte sich unter dem Federvieh breit. Sie malten sich aus, wie Jiggollo allein durch den finsteren Wald irrte. Verfolgt vom Fuchs. Ihnen schien, als sei Jiggollo für immer verloren. Als dann der Morgen graute, erste Sonnenstrahlen durch das Fenster blinzelten, nahm das Küken Lily all seinen Mut zusammen. Sie erhob sich und flatterte zu Mia auf die oberste Hühnerstange. Dort wandte sich Lily an die Hühner. „Was haltet ihr davon, wenn ihr einfach keine Eier mehr legt. Wir sagen dem Bauern: Eier gegen Jiggollo. Erst wenn Jiggollo zurück in Hühneregg ist, legen wir wieder Eier.“

Erst waren die Hühner amüsiert, dass das Kleinste unter ihnen sich traute, einen Vorschlag zu machen. Aber nach und nach ging allen ein Licht auf. Ja, so könnte es klappen. Jubel brach los. Die ersten Hühner gackerten aufgeregt. „Ja, ein Streik ist die Lösung. Lasst uns streiken. Verweigern wir uns dem Eierlegen.“

Das Geschnatter und Gegackere überschlug sich. Der Ordnung halber musste Mia einschreiten. Mit krächzender Stimme mahnte sie zur Ruhe. „Gemach, ihr Hühner, gemach. Noch haben wir nicht gewonnen. Erst müssen wir mit dem Bauern sprechen.“

Mia befahl dennoch: „Bis auf weiteres herrscht in Hühneregg Eierstreik. Verstanden, Hühner!“

Alle Hühner nickten.

„Klar, Mia. Kein Ei mehr, bis Jiggollo wieder hier ist.“

Unter der Leitung von Glucke Mia begab sich eine Gruppe Hühner zum Bauern in die Küche, der sich gerade eine große Portion Spiegeleier schmecken ließ. Der Bauer wurde ungern beim Frühstücken gestört. Deshalb fauchte er die Hühner an: „Was wollt ihr? An die Arbeit. Legt gefälligst Eier.“

Die Glucke Mia ließ sich aber nicht entmutigen, stellte sich in Positur und spreizte ihr Gefieder. Dann forderte sie: „Entweder darf Jiggollo wieder zurück nach Hühneregg oder die Hühner aus Hühneregg legen kein einziges Ei mehr.“ Um ihre Forderung zu unterstreichen, schnatterte sie „Gack, gack!“

Dem Bauern blieb der Mund offen stehen. „… wa… waa… waasss…? Keine Eier mehr.“

„Nie mehr, bis Jiggolo wieder da ist. Gack. Gack!“

Der Bauer überlegte. Zupfte sich seinen Ziegenbart und spießte den letzten Rest Spiegelei auf die Gabel. Ihm blieb keine Wahl.

Und weil Ostern vor der Tür stand und der Bauer so gerne Spiegeleier aß, durfte Jiggollo wieder nach Hühneregg zurückkommen.

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Martina Decker: Brot und Kunst

Brot und Kunst

Maulend sitzt ein kleiner Has’

Irgendwo im grünen Gras

Eier malen ohne Spaß

Tupfen, Zacken, streng geformt

Jedes Muster DIN genormt

Jede Farbe vorgegeben

Produktion nach Regeln eben

Gerne wär’ er kreativ

Grade Linien auch mal schief

Farben bunt vermischt

Oder wild verwischt

Doch das ist hier klar verboten

Das, was zählt, sind nur die Quoten

Ein Ei gleich dem andern

Sollen in den Handeln wandern

Hätte er das nur geahnt

Hätte irgendwer ihn mal gewarnt

Niemals hätt’ er zugesagt

Als man damals angefragt

Kunst verträgt sich nicht mit DIN-Norm

Geht mit solchen Quoten nicht konform

Fast schon, dass es unzumutbar ist

So zu malen, wenn man Künstler ist

Maulend sitzt ein kleiner Has’

Irgendwo im grünen Gras

Doch man muss von irgendetwas leben …

Hier von DIN-genormten Ostereiern eben

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Ostergeschichten – Ostergedichte – Ostern

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Gaby Schumacher: Aus … für Osterhasen?

Aus … für Osterhasen? (Eine gute Idee …)

„Schnell, Herr Lehrer!“, drängte eine aufgeregte Schülerschar in der Grünen Schule. „Hoppel kauert da so reglos die ganze Zeit in der Ecke.“

Oberhase Langlöffel richtete eben diese in Richtung des Gebüsches, aus dem ein weinerliches Gefiepse zu hören war. Mit ein paar schulmeisterlichen Hopsern flitzte er zu dem Hasenkind. Das saß da mit einer Miene, als ob die Welt untergegangen wäre. „Was hast du denn?“, fragte er mitleidig. Ein Schnief, noch ein Schnief: „Ich möchte so gerne Eier bemalen. Aber da ist die schlimme Vogelgrippe. Die Menschen essen deswegen wahrscheinlich zu Ostern gar keine Eier mehr. Die haben doch Angst!“ Erneut schluchzte der kleine Hase auf: „Was mache ich denn dann als arbeitsloser Osterhase?“

Langlöffel seufzte. So ganz unrecht hatte der Kleine ja nicht mit seinem Kummer. Ja, die Vogelgrippe: In Hasenkreisen erzählte man sich, dass die Menschen vor lauter Panik Zigtausende bedauernswerter gesunder Hühner, Puten und Gänse getötet hatten. „Bisher hat sich gottlob kein Häschen angesteckt. Sonst würden sie uns auch noch umbringen!“, dachte er.

Aber sein Schützling brauchte dringend Trost. „Hoppel, du bist und bleibst ein Osterhase. Dann bringen wir den Menschen eben selbstgeflochtene Körbchen mit bunten Blumenbildchen darin. Darüber freuen sie sich bestimmt!“

„Meinst du wirklich?“, leuchteten da die dunklen Kulleraugen des Hasenkindes auf.

„Und ob! Außerdem ist diese schreckliche Krankheit eines Tages wieder verschwunden. Da bin ich mir ganz sicher!“ „Und dann bemalen wir wieder Eier mit ganz doll leuchtenden Farben, ja!?“, strahlte da Hoppel schon wieder viel munterer. „Genau!“, lachte sein Lehrer.

Alle die anderen Hasenkinder hatten sich inzwischen um die Beiden geschart und das Gespräch mitangehört. Manche waren zwar nachdenklich geworden, aber Oberhase Langlöffel war fröhlich und das steckte an. Eifrig steckten sie die Köpfe zusammen und beratschlagten, wie zum Beispiel die Körbchen aussehen sollten und welche Blümchen sie malen wollten. Sie waren sich einig: Gänseblümchen, gelbe Tulpen und auch Osterglocken gehörten dazu. Vor allem die Osterglocken durften nicht fehlen.

Sofort machten sie sich an die Arbeit. Lehrer Langlöffel zeigte ihnen, wie man Körbe flicht. Mit vor Begeisterung zitternden Näschen werkelten und malten die Häschen, dass es eine wahre Freude war, ihnen zuzusehen.

Am Ostersamstag nahmen sie ihre Kiepen, füllten sie mit den lustig bunten Körbchen und den süssen Osterbildern, schlichen sich in die Gärten der Menschen und versteckten ihre Gaben hinter Steinen und Hecken, manches auch hinter Blumenkübeln. Unser Hoppel suchte sich eine besonders schöne Ecke für sein Geschenk an die Menschenkinder aus. Er stellte das Körchen mit einem wunderschönen Blumenbild direkt vor die Terrassentüre und legte noch einen Strauß Osterglocken daneben.

Am Ostersonntag hopste er aufgeregt nochmals in eben jenen Garten, huschte in eines der dichten Gebüsche vor dem Zaun und wartete sehnsüchtig auf das Erscheinen der Menschenkinder. Wie sie wohl reagierten?

Er hatte Glück. Hoppel musste sich nicht mehr lange gedulden, bis er eine helle Stimme hörte: „Mami, Papi! Guckt mal, was das Osterhäschen gebracht hat. Ist das aber niedlich!“ Unser Hasenjunge freute sich wie toll. Neugierig und auch stolz schlinste er zur Terrasse. Dort stand ein kleines Mädchen und hielt glückstrahlend sein Körbchen hoch in die Luft, besah es sich von allen Seiten. Dann entdeckte es das Bild.

„Mami, das schick‘ ich Oma als Geschenk vom Osterhasen!“

Ganz leise huschte Hoppel hinweg. Sein Hasenherz klopfte laut. Auch er war glücklich. Er hatte etwas gelernt:

Es kommt nicht darauf an, was man schenkt, sondern dass man es mit Liebe tut.

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Heidrun Gemähling: Das Osterhasenmärchen

Das Osterhasenmärchen

Es gab in einem großen tiefen dunklen Wald eine Osterhasenschule. Alle kleinen Häschen besuchten sie jeden Tag und lernten Ostereier zu bemalen. Es gab in dieser Schule viele kleine Tische, auf denen die Eier in einer Halterung standen, damit sie nicht umgestoßen werden konnten, denn zwischendurch tobten die Häschen wild umher. Nur eines nicht, das saß ganz in der Ecke auf einer Kiste und schaute nur Tag für Tag dem ganzen Treiben zu. Niemand wurde gezwungen ein Osterhase zu werden, denn das war eine Regel der Osterhasenschule. Dieses kleine zuschauende Hasenkind spitzte die Ohren nach allen Seiten, um irgendwie zu erfahren, woher denn die immer neuen Eier kämen. Manchmal rief es quer durch den Raum: „Hallo Freunde, kann mir mal einer sagen wo täglich die Eier herkommen?“ Dann wieder zupfte es jeden Einzelnen am Fell und fragte mit schriller Stimme: „Wann hast du dieses Ei gelegt und wo?“ Dem Osterhasenoberlehrer war das nicht recht und er schlich sichtlich nervös durch Reihen und Bänke, in der Hoffnung, dass das kleine fragende Häschen bald verstummen möge. Jedes mal wenn es wieder Fragen stellte, taten alle sehr beschäftigt, tauchten große und kleine Pinsel in bunte Farbentöpfe, drehten die Eier hin und her, konzentrierten sich einfach nur auf das Anmalen. „Warum malst du nicht mit?“, fragte eines Morgens ein neuer Hasenlehrer den in der Ecke sitzenden kleinen Hasen, der wie immer seine Ohren spitze, um doch noch irgendwie auf das „Geheimnis“ der Osterhasen zu kommen.

Von seinen Eltern erfuhr es stets, dass Hasen keine Eier legen können, sondern ganz ganz niedliche winzige klitzekleine Häschen bekämen. Daher wurde seine Neugierde immer größer und es dachte Tag und Nacht darüber nach, wie es dem Geheimnis auf die Spur kommen könnte. Eines Tages hatte es eine Idee.

Es hatte bemerkt, dass alle zur gleichen Nachmittagszeit nach Hause gehen mussten und durften auch niemals zurückkommen, falls sie etwas vergessen hatten. So wollte es die Schulleitung. Jeden Tag schrieb ein anderer kleiner lernender Osterhase die Regeln mit bunter Hasenkreide an eine Tafel, die gegenüber der Tür hing. Als das neugierige Häschen mal fragte: „Warum müssen wir denn so pünktlich gehen und dürfen nicht noch ein wenig bleiben oder zurückkommen?“, fasste der neue Hasenlehrer ihn bei den Ohren, hob ihn hoch und schwang ihn durch die Lüfte hin und her. „So ergeht es jedem von euch, der unnötige Fragen stellt, denn Osterhasen legen seit vielen Jahrhunderten Eier und damit basta!“ Ängstlich und erschrocken hoppelten die gehorsamen Hasen schnell nach Hause.

Nur das neugierige Häschen nicht, denn es versteckte sich heimlich still und leise in die Kiste in der Ecke, auf der es immer saß und nachdachte. Es war bereits finster geworden, als knarrend die Tür aufging und ein alter Hase mit einer Kiepe auf dem Rücken in den Raum trat. Er stellte den Korb auf den Fußboden und packte vorsichtig die schönen bunten Eier in die Kiepe, setzte sich anschließend in die Hocke, schnallte sich alles auf den Rücken und machte sich schnaufend davon. Was das neugierige Häschen da zu sehen bekam, war so beeindruckend und spannend, dass es sich ebenfalls aus der Tür schlich und dem alten Osterhasen nachhoppelte, aber leise und unbemerkt. Lange schlichen sie so durch den dunklen Wald bis hin zu einer Lichtung. In der Nähe stand ein altes Bauernhaus mit einem angrenzenden Hühnerstall, in den der schwerschleppende Hase verschwand. Vorsichtig schloss er die morsche Tür und stieg einige Stufen die Hühnerleiter hinauf. Von großer Neugierde geplagt stellte sich das Häschen draußen hoch auf die Hinterbeine und schaute durch eine geöffnete Luke. Was es da sah, konnte es kaum fassen. Seine sonst gespitzten Ohren klappten vor Schreck nach unten und seine langgestreckten Hinterbeine fingen an zu zittern. Es sah die friedlich schlafenden Hühner, die von weißen Eiern umgeben waren und sah aber auch, wie der alte Hase diese Eier mit seinen mitgebrachten bunten Ostereiern vertauschte. „Also das ist das besagte, ewige Osterhasengeheimnis“, dachte das kleine Häschen und stellte sich hinter einen dicken Holzbalken, um vom alten Osterhasen nicht gesehen zu werden, wenn er den Hühnerstall verlässt. „Ich hab’s wieder geschafft“, hörte es den Alten murmeln, der wieder mit der neuen weißen Eierlast im dunklen Wald verschwand.

Da das neugierige Häschen nun aber noch nicht wusste, was mit den bunten Eiern geschah, blieb es bis zum Morgen in seinem Versteck. Eine gekrümmte alte Frau kam schlurfend auf den Hühnerstall zu, öffnete die Tür und holte freudestrahlend die buntbemalten Eier aus den Nestern. „Welch eine Freude für die vielen Kinder in unserem Land!“, rief sie laut in die Morgenlüfte, denn hören konnte sie keiner weit und breit. Das nächste Haus war weit entfernt.

Das ist nun das „Osterhasengeheimnis“. Wie immer ging das neugierige Häschen in die Osterhasenschule und saß diesmal wissend und gelassen auf der gewohnten Kiste in der Ecke. Es lächelte still schmunzelnd vor sich hin und sang ein selbstgedichtetes Hasenlied. „Ich bin ein schlauer Hase und gebe keine Ruh‘, denn Hasen legen nicht Eier vor Ostern immerzu. Oho, aha, ihi – ich bin ein schlauer Hase!“ Dieses wiederholte er oft und gerne, bis der Oberhasenlehrer, der das schon draußen hören konnte, ihm erneut die Ohren lang zog und ihm das Lied ein für allemal verbot. Beschämt aber nicht traurig setzte es sich still in seine Ecke. All seine Hasenfreunde fingen auch an, ihm das Singen zu verbieten, denn sie wollten gute Osterhasen werden und mussten daher viel lernen.

Eines Morgens stellte sich das neugierige Häschen auf die Kiste und sagte mit fester Stimme: „Seit ich das Geheimnis der Osterhasen kenne, hält mich nichts mehr in dieser Osterhasenschule. Ich will kein Osterhase mehr werden, denn ich suche mir lieber eine Hasenfrau, und die legt mir klitzekleine süße Hasenkinder ins Nest. Ich gehe jetzt und komme auch nie mehr zurück!“ Erstaunt schauten die übrigen Hasen und der Oberhasenlehrer dem davonhüpfenden Häschen hinterher, das nie wiederkam. Mit ihm verschwand auch das Osterhasengeheimnis. Weil alle anderen Osterhasen es nie erfahren konnten, verbreitete sich dieses Märchen vom „eierlegenden Osterhasen“ über die ganze Erde.

Zu Hause erzählte das nun wissende Häschen alles ausführlich seinen Eltern. Sie nahmen es in den Arm, drückten und küssten den Kleinen so heftig, dass er ganz verzottelt aussah und bestätigten ihm erneut, dass Hasen keine Eier legen können, sondern nur die Hühner. „Aber warum gibt es denn dieses Osterhasenmärchen?“, fragte es ganz leise und sah hinauf zu seinen Eltern. „Warum,“ erwiderte der Vater „weil die kleinen Menschenkinder gerne Märchen hören und die Erwachsenen sie gerne erzählen.“

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Hans Seldron: Der stolze Hahn

Der stolze Hahn

Im Hühnerstall ist jetzt was los,

weil in der Osterzeit

Dick und Dünn und Klein und Groß

nach bunten Eiern schreit.

Die Hühner gackern Tag und Nacht

und legen Ei um Ei.

Der Hahn stolziert in voller Pracht,

ihm ist das einerlei.

Von Arbeit hält der Hahn nicht viel,

er hält sich für schlauer.

Die Arbeit ist für’s Hühnervieh,

doch da naht schon der Bauer.

Und dann wird der stolze Hahn

– dreimal darfst du raten –

gefangen, geschlachtet und gerupft

und endet als Osterbraten.

Und die Moral von der Geschicht:

Wer fleißig seine Arbeit macht,

der wird nicht so schnell umgebracht.

Doch wer zu hoch trägt seinen Kopf,

der landet manchmal rasch im Topf.

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Katharina Britzen: Jiggollo aus Hühneregg

Jiggollo aus Hühneregg

Kurz vor Ostern herrschte in Hühneregg Aufruhr. Das hatte einen Grund. Hatte doch der Bauer den Hahn Jiggollo, der in die Jahre gekommen war, davongejagt.

„Du bist alt, Jiggollo, du bist zu nichts mehr nütze. Mach dich davon. Ich will dich hier nicht mehr sehen“, hatte er Jiggollo angeherrscht und ihm gedroht: „Wenn du nicht sofort aus Hühneregg verschwindest, landest du im Kochtopf.“

Wie rannte da Jiggollo um sein Leben. Hinein in den dunklen Wald. Er konnte sich nicht einmal mehr von seinen Freunden verabschieden.

Sämtliches Hühnervieh von Hühneregg war geschockt. Sie waren entsetzt über diesen herzlosen Bauern. An diesem Morgen war ihnen das Eierlegen gründlich vergangen und kein Kikeriki weckte Hühneregg. Stattdessen verbreitete sich in ganz Hühneregg Empörung.

So was hatte Jiggollo nicht verdient. Jahrelang war er treu und redlich seiner Arbeit nachgegangen. Es war auch sein Verdienst, dass ihre Eier weit über die Grenzen von Hühneregg hinaus bekannt waren. Nicht umsonst belieferte Hühneregg alljährlich die Osterhasen in der ganzen Welt. Und wie sie in den letzten Wochen geschuftet hatten! Für das bevorstehende Osterfest. In Hühneregg lief die Eierproduktion auf Hochtouren.

„Eure Eier schmecken gut. Der Dotter ist herrlich gelb. Selbst beim Kochen platzen sie nicht auf. Haben eine glatte, schöne Schale, die sich wunderbar bemalen lässt“, hatte Osterhase Stummelschwanz geschwärmt. Zum Beweis ein frisch gefärbtes Osterei in Regenbogenfarben geschält und vor aller Augen herzhaft hineingebissen. „Mmmmhhhh. Lecker. Meine Leibspeise sind und bleiben Ostereier.“ Nicht ein Krümel Ei war übrig geblieben. Körbeweise transportierten die Osterhasen die Eier in ihre Malstuben.

Noch in derselben Nacht berief Glucke Mia, eine Freundin von Jiggollo, eine Versammlung ein. Alle kamen. Im Schutz der Nacht kletterten sie über die Hühnerleiter nach Hühneregg. Unter ihnen auch Küken.

Mia hatte auf der obersten Sprosse Platz genommen. Nachdem alle Hühner eingetroffen waren, eröffnete sie die Versammlung mit den Worten: „Ihr Hühner von Hühneregg. Unserem Freund Jiggollo ist etwas Grausames widerfahren. Dieses Schicksal kann auch uns treffen. Jiggollo ist aus Hühneregg davon gejagtworden wie ein räudiger Hund. Das dürfen wir nicht zulassen. Es ist unsere Pflicht, Jiggollo zu helfen. Er soll wieder zurück in unser Dorf kommen. Zurück nach Hühneregg, das sein Zuhause ist.“

Daraufhin hatten die Hühner ihre Federn gespreizt, mit den Zehen gescharrt und erbost gegackert. „Gockgockgockockockkkkkko … Unverschämt. Den armen Jiggollo einfach so zu verjagen … gockgockgockgockkkkkkkoooock. Dieser böse Bauer.“

Mia gackerte: „Beruhigt euch, Freunde. Bitte Ruhe. So kommen wir nicht weiter. Lasst uns überlegen, wie wir Jiggollo helfen können. Denkt nach. Wer hat eine Idee?“

Die Versammlung hatte die ganze Nacht gedauert. Hin und her hatten die Hühner überlegt. Ohne Erfolg. Verzweiflung machte sich unter dem Federvieh breit. Sie malten sich aus, wie Jiggollo allein durch den finsteren Wald irrte. Verfolgt vom Fuchs. Ihnen schien, als sei Jiggollo für immer verloren. Als dann der Morgen graute, erste Sonnenstrahlen durch das Fenster blinzelten, nahm das Küken Lily all seinen Mut zusammen. Sie erhob sich und flatterte zu Mia auf die oberste Hühnerstange. Dort wandte sich Lily an die Hühner. „Was haltet ihr davon, wenn ihr einfach keine Eier mehr legt. Wir sagen dem Bauern: Eier gegen Jiggollo. Erst wenn Jiggollo zurück in Hühneregg ist, legen wir wieder Eier.“

Erst waren die Hühner amüsiert, dass das Kleinste unter ihnen sich traute, einen Vorschlag zu machen. Aber nach und nach ging allen ein Licht auf. Ja, so könnte es klappen. Jubel brach los. Die ersten Hühner gackerten aufgeregt. „Ja, ein Streik ist die Lösung. Lasst uns streiken. Verweigern wir uns dem Eierlegen.“

Das Geschnatter und Gegackere überschlug sich. Der Ordnung halber musste Mia einschreiten. Mit krächzender Stimme mahnte sie zur Ruhe. „Gemach, ihr Hühner, gemach. Noch haben wir nicht gewonnen. Erst müssen wir mit dem Bauern sprechen.“

Mia befahl dennoch: „Bis auf weiteres herrscht in Hühneregg Eierstreik. Verstanden, Hühner!“

Alle Hühner nickten.

„Klar, Mia. Kein Ei mehr, bis Jiggollo wieder hier ist.“

Unter der Leitung von Glucke Mia begab sich eine Gruppe Hühner zum Bauern in die Küche, der sich gerade eine große Portion Spiegeleier schmecken ließ. Der Bauer wurde ungern beim Frühstücken gestört. Deshalb fauchte er die Hühner an: „Was wollt ihr? An die Arbeit. Legt gefälligst Eier.“

Die Glucke Mia ließ sich aber nicht entmutigen, stellte sich in Positur und spreizte ihr Gefieder. Dann forderte sie: „Entweder darf Jiggollo wieder zurück nach Hühneregg oder die Hühner aus Hühneregg legen kein einziges Ei mehr.“ Um ihre Forderung zu unterstreichen, schnatterte sie „Gack, gack!“

Dem Bauern blieb der Mund offen stehen. „… wa… waa… waasss…? Keine Eier mehr.“

„Nie mehr, bis Jiggolo wieder da ist. Gack. Gack!“

Der Bauer überlegte. Zupfte sich seinen Ziegenbart und spießte den letzten Rest Spiegelei auf die Gabel. Ihm blieb keine Wahl.

Und weil Ostern vor der Tür stand und der Bauer so gerne Spiegeleier aß, durfte Jiggollo wieder nach Hühneregg zurückkommen.

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Martina Decker: Brot und Kunst

Brot und Kunst

Maulend sitzt ein kleiner Has’

Irgendwo im grünen Gras

Eier malen ohne Spaß

Tupfen, Zacken, streng geformt

Jedes Muster DIN genormt

Jede Farbe vorgegeben

Produktion nach Regeln eben

Gerne wär’ er kreativ

Grade Linien auch mal schief

Farben bunt vermischt

Oder wild verwischt

Doch das ist hier klar verboten

Das, was zählt, sind nur die Quoten

Ein Ei gleich dem andern

Sollen in den Handeln wandern

Hätte er das nur geahnt

Hätte irgendwer ihn mal gewarnt

Niemals hätt’ er zugesagt

Als man damals angefragt

Kunst verträgt sich nicht mit DIN-Norm

Geht mit solchen Quoten nicht konform

Fast schon, dass es unzumutbar ist

So zu malen, wenn man Künstler ist

Maulend sitzt ein kleiner Has’

Irgendwo im grünen Gras

Doch man muss von irgendetwas leben …

Hier von DIN-genormten Ostereiern eben

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Ostern: Wie kommen die Eier zum Hasen?

Für Christen ist Ostern ein wichtiges Fest. Es ist ein Fest der Freude. Gefeiert wird die Auferstehung von Jesus. Aber was hat der Hase damit zu tun? Und warum bringt er Eier? Wir erklären es dir.

Was haben Eier mit Ostern zu tun?

Bei den Christen gehörten Eier schon vor langer Zeit zu Ostern. Aus einem Ei schlüpft ein Lebewesen. Es ist also ein Zeichen für neues Leben. Das passt zu Ostern: Denn dann feiern die Christen, dass Jesus wieder lebendig wurde. Dass zu Ostern Eier gegessen werden, hat aber noch einen anderen Grund: Schon früher fasteten Christen vor Ostern und verzichteten auch auf Eier. Doch die Hühner legten natürlich weiterhin Eier. Also sammelten sich Eier an. Die Menschen kochten sie, um sie haltbar zu machen. Zu Ostern wurden sie dann gegessen.

Warum werden Eier gefärbt?

Im 12. Jahrhundert weihte die katholische Kirche die Eier, die die Hühner während der Fastenzeit gelegt hatten. Das heißt, ein Priester segnete die Eier. Damit die geweihten Eier von den ungeweihten Eiern unterschieden werden konnten, wurden sie gefärbt – und dann häufig auch verschenkt.

Warum werden Eier zu Ostern versteckt?

Dafür hat Judith Schmidt, die eine Expertin für Bräuche ist, eine Erklärung: Nicht-katholische Familien begannen im 16. und 17. Jahrhundert, gefärbte Eier zu verstecken. Auf diese Weise versuchten die Familien zu verschleiern, dass die Eier von der katholischen Kirche geweiht waren.

Warum bringt der Hase die Eier?

Hasen legen natürlich gar keine Eier. Sie sind Säugetiere und schlüpfen nicht aus einem Ei, wie Küken das machen. Trotzdem sagt man, dass der Hase zu Ostern Eier verteilt. Judith Schmidt weiß, warum: Die nicht-katholischen Familien mussten irgendwie erklären, woher sie die gefärbten Eier hatten. Also dachten sie sich den Hasen aus. In manchen Gegenden war es ein Rabe, ein Fuchs oder ein Kuckuck, der die Eier brachte. Doch der Hase setzte sich durch. Er ist außerdem ein Tier, das viele Kinder bekommt, vor allem im Frühjahr vor Ostern. Deshalb sehen die Menschen ihn als Zeichen für neues Leben – das passt ja auch zu Ostern und der Auferstehung von Jesus.

Warum ist Ostern nicht immer am selben Datum?

Vor Hunderten von Jahren beschloss die Kirche, Ostern nach dem ersten Vollmond im Frühling zu feiern. Deshalb ist das Osterfest jedes Jahr an einem anderen Termin. (mit epd, dpa)

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Warum gibt es zu Ostern Ostereier?

Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Schon bei den Urchristen bedeutete das Ei die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, die zerbrochene Eierschale wurde als Grab gedeutet.

Erstmalig tauchte die Bezeichnung Osterei 1615 auf.

Vermutlich geht die Tradition des Ostereier Verschenkens auf einen alten Brauch - der Abgabe von Zins- und Antlaßeiern - im Mittelalter zurück. Hier mussten die Bauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen.

Die Begriffe “Eierzins” oder “Eierwiese” als Bezeichnung für Grund und Boden erinnern an diese Pflicht.

Mit der Reformation im 16./17. Jahrhundert änderte sich diese Tradition des “Eierverschenkens”. Von hier an wurden nicht nur die Grundherren mit Eiern bedacht, sondern auch Kinder und Freunde, denen man die im Ei innewohnende Fruchtbarkeit und Lebenskraft übertragen wollte.

Zunächst wurden die Eier nur rot gefärbt, um an das Leiden von Jesu Christi zu erinnern, der sein Blut für die Erlösung der Menschheit vergossen hat. Mit der Zeit wurden die Eier immer kunstvoller mit immer neuen Techniken verziert. So werden heute die Ostereier in allen möglichen Arten bemalt, beklebt oder geätzt.

Bedeutung der Ostereier-Farben:

Besuchen Sie auch unsere Ostergedichte oder Ostersprüche. Und wenn Sie sich von schönen Dekorationen zu Ostern inspirieren lassen wollen, die Sie vielleicht mit Ihren Kindern basteln können, dann sollten Sie sich auf unseren Oster-Bastelseiten umsehen.

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Ein ganzes Jahr Vorlauf hat der Chemieprojektkurs „Das Gelbe vom Ei“, ein Projekt von 17 Luisenschülern der Oberstufe um Projektleiterin Beate Schulte, an Zeit gekostet. Lehrerin Beate Schulte.

Rund ums Ei auf dem Bauernmarkt

Am Freitag, den 07.04. dreht sich auf dem Spellener Dorfplatz alles rund ums Ei. Nicht nur für Kinder ist es sicher interessant, Küken beim Schlüpfen zuzusehen. Der Rassegeflügelzuchtverein Voerde.

Osterborse in Beek

Kunst und Eiermarkt Reurei in Beek Montferland Am 4 und 5. März 2017 organisieren wir zum ersten mal den Ostereiermarkt Reurei in den Sälen von Hcr 't Heuveltje, St Jansgildestraat 27 in Beek.

Grüne Eier aus Schmachtendorf 1 Kommentar

Der Unternehmer Walter Reißner vom Grünlandstaudenhof (www.gruenlandstaudenhof.de) hat Hühner gezüchtet, die keine weißen und keine brauen Eier legen sondern Eier mit grüner Schale! Vom Geschmack.

Hundeplätzchen selbst hergestellt - so einfach geht`s! 2 Kommentare

Samstag, 05.11.2016, 12.00 Uhr Heute habe ich meine ersten Hundeplätzchen gebacken. Haferflocken, 3 Eier, 1 D. Thunfisch (Eigensaft). Alles ordentlich mischen. Dann mit einem Löffel kleine.

Wunder der Natur--------------- 12 Kommentare

Unser Bauernhof 25 Kommentare

Wir sind in der glücklichen Lage einen Bauernhof in unserer Nähe zu haben. Hier, bei Bauer Feldhaus gibt es frische Milch, Eier, Kartoffeln ect. Ein gutes Gefühl alles frisch zu bekommen und zu sehen.

Den Füßen der Bank nach zu urteilen, können auch ein paar „Knickeier“ dabei sein!

So trickst der Handel bei der Auszeichnung von Fleisch

Ökologisch, biologisch oder tierisch unklar? Lebensmittel sollen aus besonders tiergerechter Haltung stammen – so wünschen es rund 90 Prozent der Verbraucher. Doch wo gibt es Fleisch, Eier oder.

Bei lebendigem Leib geschreddert: Tierschutzbund stellt die Systemfrage 1 Kommentar

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster stoppte nun einen Erlass des NRW-Umweltministeriums, der untersagte, dass gerade erst geschlüpfte männliche Küken bei lebendigem Leib geschreddert oder.

Neulich Schloss Benrath 16 Kommentare

Inspiriert durch Marlies geht es am heutigen Sonntag nach Benrath. Direkt vor dem Schloss hat es sich ein Schwanen-Pärchen bequem gemacht. Ein Nest bereichert mit 6 Schwaneneiern. Ist das.

Bunte Ostereier – Wissenswertes und Ideen zum Selbermachen

Bedeutung der Ostereier: Warum gehören sie dazu?

Ostern ohne Ostereier ist fast undenkbar. Die Tradition ist uralt: Schon vor der ersten Jahrtausendwende galten Ostereier als Sinnbild des Lebens und der Wiedergeburt. Damals schon waren sie ein wichtiger Bestandteil des religiösen Osterfestes. Die Ostereier damals waren rot gefärbt und wurden am Ostermorgen verschenkt. Dieses Geschenk war auch deshalb so beliebt, weil man in der Fastenzeit vor Ostern auf tierische Produkte wie Eier verzichtet hatte und sich nun besonders darauf freute.

Im Laufe der Jahrhunderte bekamen die Ostereier auch andere Farben: Zum klassischen Rot gesellten sich Gelb, Grün, Blau und Gold. Heute sind der Kreativität beim Ostereier färben, gestalten und bemalen keine Grenzen gesetzt.

Ostereier färben, bemalen und gestalten - unsere Ideen

Fakt ist Ostereier können mit fast allem - Farbe, Aufklebern, Stempeln und weiteren kleinen, alltäglichen Utensilien - zu kleinen Kunstwerken werden. Am beliebtesten: Einfärben! In jedem dritten Haushalt werden zu Ostern Eier bunt eingefärbt. Die Farben gibt es vor Ostern ganz einfach in jedem Supermarkt zu kaufen - zum Beispiel in Form von Ampullen mit Flüssigkeit, als Pulver oder als kleine Farb-Plättchen.

So genannte Kaltfarben für die Ostereier rührt man einfach nur in kaltem Wasser an. Heißfarben hingegen werden entweder mit heißem Wasser angegossen und verrührt oder sie färben die Ostereier schon direkt während des Kochens der Eier. Meist kommt in das Wasser für die Heißfarben noch ein guter Schuss Essig – so werden die Ostereier schön gleichmäßig gefärbt.

Ganz ohne Farbe werden aus Eiern witzige Hingucker. Weiße Hühnereier werden mit Etiketten, Garne, Papierschnipseln verziert oder bekommen eine selbst gebastelte Hasenmaske aufgesetzt. Wie? Die Masken werden ganz einfach aus Tonpapier gemacht - hier unsere Anleitung zum Download: Ostereier mit Masken

Ostereier in alternativen Natur-Farben

Eines vorweg: Die künstlichen Farben, die man zu Hause verwendet oder die die fertigen Ostereier aus dem Supermarkt zieren sind ungefährlich, da es sich um Lebensmittelfarben handelt. Auch das Eindringen von Farbe durch Risse in der Schale der Ostereier ist unbedenklich.

Jedoch haben Untersuchungen gezeigt, dass einige der verwendeten Farbstoffe für Allergiker durchaus Folgen wie Hautreizungen oder Schnupfensymptome haben können. Dies gilt in erster Linie für Ostereier, die mit blauer oder roter Farbe gefärbt sind.

Aber auch mit natürlichen Zutaten lassen sich Eier in leuchtend farbige Ostereier verwandeln. Wir fassen die wichtigsten Naturfarben zusammen:

  • Gelb: Ein halbes Kilo gelbe Zwiebelschalen in einem 3/4 Liter Wasser zu einem Sud kochen. Den Sud filtern und zwei Esslöffel Essig zugeben. Bereits gekochte Ostereier in den Sud legen und warten bis die gewünschte Färbung erreicht ist. Weitere Möglichkeit, die Ostereier gelb zu färben: 20 Gramm Kurkuma aufkochen, Eier zugeben und kochen.
  • Rot: Zwei Stücke frische Rote Bete in 3/4 Liter Wasser zum Sud kochen. Rote Bete entfernen, zwei Esslöffel Essig zugeben und gekochte Eier hineinlegen.
  • Grün: Hier gibt es gleich mehrere Alternativen, die unterschiedlich intensive Grüntöne hervorbringen. Die Ostereier können beispielsweise in kaltem Matetee oder Petersiliensud eingelegt werden.
  • Blau: Die Ostereier in Blaubeersaft kochen – das ergibt eine dunkelblau-graue Tönung.

Mit Zwiebelschalen lassen sich Ostereier simple und natürlich färben.

Ostereier ausblasen - unsere Tipps

Zum Ostereier ausblasen brauchen Sie: einen Eierpieker, eine dünne Stricknadel, einen kleinen Kreuzschlitzschraubenzieher und viel Puste.

So geht’s: Sie pieksen das rohe Ei oben und unten an, vergrößern das Loch vorsichtig mit dem Schraubenzieher und schieben die Stricknadel einmal komplett durch das Ei. Dann pusten Sie das Osterei durch ein Loch aus. Nach dem Ausblasen das Osterei noch einmal mit kaltem Wasser durchspülen, trocknen lassen und bemalen.

Zum Aufhängen an ein Stückchen Streichholz einen Faden binden und das Holzstückchen durch eines der Löcher schieben. Im Inneren ein bisschen schütteln, sodass sich das Holzstückchen quer vor das Loch legt. Dann können die ausgeblasenen Ostereier aufgehängt werden.

Unser Tipp: Wenn Sie sich das Auspusten der Ostereier ersparen wollen, verwenden Sie hart gekochte Eier. Das macht weniger Arbeit, den Unterschied sieht keiner und die harten Ostereier sind gerade für Kinderhände besser geeignet. Perfekt für bunte Ostereier!

Ostereier: Welches Ei darf's sein?

Ganz besondere Ostereier von Gans, Wachtel oder Pute.

Nicht nur Hühner legen Eier! Auch die Eier anderer gefiederter Freunde haben durchaus das Zeug, Ostereier zu werden. Manche von ihnen sind sogar von Natur aus so schön gemustert, dass man sie ohne weitere Bearbeitung zu Ostern dekorativ in Szene setzen kann. Wir stellen die alternativen Ostereier und schöne Deko-Ideen vor.

Puteneier sind größer als Hühnereier, ihre braunen Sprenkel erinnern an fröhliche Sommersprossen. Hier haben wir die Puteneier auf eine hohe Tortenplatte gelegt. Auch Etageren eignen sich, um diese ganz besonderen Ostereier in Szene zu setzen. Ringsherum sorgen zarte Bellis-Blümchen für Frühlingslaune. Damit die Blumen möglichst lange die Ostereier zieren, kann man die Tortenplatte oder Etagere mit einer ganz dünnen Wasserschicht bedecken.

Eier von Wachtel, Rebhuhn und Fasan: Um Ostereier schön in Szene zu setzen, braucht es oft gar nicht viel. Hier haben wir verschiedene Eier in ein Einmachglas gegeben, auch Glasschalen und Vasen eignen sich. Die Eier mit schwarzen Flecken stammen von der Wachtel, die kleinen gräulichen vom Rebhuhn, die größeren grauen vom Fasan.

Tipp: Auch braune Hühnereier machen sich in so einem Ensemble gut!

Gänseeier sind etwa doppelt so groß wie Hühnereier. Die Ostereier in XXL sind weiß und eignen sich naturbelassen wunderbar als Deko zusammen mit frühlingsfrischem Grün. Hier haben wir Katzengras in eine Kaffeetasse gefüllt, in das grüne Nest kommt das Gänseei.

Übrigens: Auch zum Kochen und Backen eignen sich die etwas anderen Ostereier wunderbar. Aus den riesigen Straußeneiern macht man besonders cremiges Rührei, ein Ei reicht für 10 Portionen! Gänseeier eignen sich gut fürs Backen und sollten bei der Zubereitung in jedem Fall ganz frisch sein. Wachteleier kann man im Prinzip wie Hühnereier zubereiten, also zum Beispiel als Mini-Spiegeleier zum Osterbrunch.

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