Rückruf bei Penny, Aldi und Rewe | Eier mit Salmonellen vergiftet?
Schon wieder Eier-Alarm in Deutschland!
Die Firma Eifrisch hat Freiland-Eier wegen eines Verdachts auf Salmonellen zurückgerufen und vor dem Verzehr gewarnt.
► Betroffen seien Eier des Lieferanten Parey mit der Printnummer 1-DE-1504401 und Mindesthaltbarkeitsdaten bis zum 12. Oktober 2017.
Das teilte die Firma aus dem niedersächsischen Lohne am Freitagabend mit.
Der Fipronil-Skandal
35 Mio. in Niedersachsen Fipronil-Skandal noch viel schlimmer
Das Ausmaß des Fipronil-Skandals ist größer als bisher bekannt. Offenbar wurden allein nach Niedersachsen 35 Millionen Eier geliefert.
Belgien Zwei Festnahmen im Eier-Skandal
Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier hat die Justiz in Belgien mehrere Durchsuchungen angeordnet.
Die Eier seien bei Penny, Aldi Nord und Rewe in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern verkauft worden.
Der Rückruf erfolge vorsorglich, da nach einer amtlichen Untersuchung ein Salmonellennachweis nicht ausgeschlossen werden könne. Der Verzehr könne zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
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Verbraucher sind gebeten, die Eier zurückzugeben oder zu entsorgen.
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Eier: Verbraucherschutz : Infektionen vorbeugen
Hühnereier können mit Salmonellen behaftet sein. Ist das Ei frisch und wird es sachgemäß gelagert, ist die Chance geringer, dass sich die Bakterien vermehren.
Erst wenn das Ei unsachgemäß gelagert oder verwendet wird – wenn zum Beispiel Speisen mit rohen Eiern bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden –, können sich Salmonellen explosionsartig vermehren und die Gesundheit gefährden. Salmonellen können über die Eierstöcke des Huhns oder durch eine mit Kot verschmutzte Schale in das Innere des Eies gelangen. Ein Befall mit den krankheitserregenden Bakterien ist weder zu sehen noch zu schmecken.
Im menschlichen Körper können Salmonellen Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfällen und Fieber auslösen. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder sowie kranke und alte Menschen sind gefährdet. Bei frischen Eiern, die im Kühlschrank aufbewahrt werden, haben Salmonellen keine guten Vermehrungschancen. Auch längeres Erhitzen bei Temperaturen von mindestens 70 °C überleben die Erreger nicht.
Das Infektionsrisiko für Salmonellen ist im Sommer besonders groß, denn Salmonellen vermehren sich bei Temperaturen um die Körpertemperatur rasant. Eine nachträgliche Kühlung kann dies nicht mehr rückgängig machen. Selbst Tiefgefrieren tötet die Erreger nicht ab. Daher gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.
Tipps für den richtigen Umgang mit Eiern

Autorin: Ute Rumpf, Ochsenfurt
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Salmonellengefahr bei Eiern
Eier sind (in Maßen) nicht nur ein wertvoller Beitrag zur gesunden Ernährung, sondern schmecken auch richtig lecker. Doch die Salmonellengefahr steckt im Ei oder besser gesagt vielmehr am Ei. Mit einigen Tipps werden Sie die Salmonellengefahr in den Griff bekommen und diesen kleinen Genussverderber den Garaus machen.
So hoch ist die Salmonellengefahr bei Eiern
Bei der Verarbeitung und beim Genuss von Eiern gilt es einige Regeln zu beachten, um die Salmonellengefahr zu bannen. Denn eine Salmonelleninfektion kann nicht nur unangenehm, sondern sogar gefährlich sein. Zu bemerken ist, dass Salmonellen bei im Handel erhältlichen Eiern eher selten vorkommen. Grund dafür sind die vorgeschriebenen hygienischen Produktions- und Lagerbedingungen.
Frisch und richtig gelagert
Grundsätzlich gilt, dass Eier immer frisch gekauft und verarbeitet werden sollten. Eier sollten immer kühl gelagert werden, das bedeutet unter +8° C. In diesem Temperaturbereich haben eventuelle Salmonellenkeime keine Chance sich zu vermehren. Beachten Sie am besten das Ablaufdatum der Packung bzw. meist steht dieses mittlerweile auf dem Ei selbst. Umso frischer und kühler gelagert, umso geringer ist die Salmonellengefahr bei Eiern. Lagern Sie niemals Eier zusammen mit anderen Lebensmittel, wie Salat und Fleisch. Am besten eignet sich die in jedem Kühlschrank vorhandene Eier-Lade mit Deckel.
Hygienische Bedingungen für das Kochen mit Eiern
Ebenfalls ist bei der Zubereitung von Eiern, sowie auch bei der Zubereitung aller anderen Speisen, ein hoher hygienischer Standard zu halten, um einer eventuellen Infektion vorzubeugen. Deshalb sollten Sie beim Kochen darauf achten, dass Sie stets frisch gewaschene Hände haben, denn die Salmonellen befinden sich wenn, dann vor allem auf der Schale! Am besten die Händen immer wieder mit heißem Wasser waschen. Achten Sie auch auf die Arbeitsfläche. Niemals auf einer Arbeitsfläche zusammen Fleisch und Eier oder andere Lebensmittel bearbeiten. Sauberkeit und Hygiene ist ein wesentlicher Faktor bei der Salmonellen Vermeidung.
Rückruf bei Heidegold: Verdacht auf Salmonellen bei braunen Eiern bei Netto
Verdacht auf Salmonellen
Heidegold ruft 100.000 braune Eier bei Netto zurück
22.03.2017, 18:08 Uhr | dpa

Eier-Rückruf wegen Salmonellengefahr. (Quelle: Symbolbild/dpa)
Achtung, Samonellengefahr: Der Eierproduzent Heidegold ruft rund 100.000 braune Eier aus Bodenhaltung zurück, die vor allem bei Netto verkauft wurden.
An den Schalen von Eiern aus zwei Chargen seien bei amtlichen Proben Salmonellen festgestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Im Innern der Eier seien aber keine Salmonellen nachgewiesen worden. Salmonellen können Magen-Darm-Infektionen verursachen.
Am Haltbarkeitsdatum erkennbar
Betroffen sind Eier der Größen M und L mit Haltbarkeitsdatum 31. März 2017 und den Stempelaufdrucken 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781 auf den Eiern. Sie wurden bei Netto in Teilen von Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verkauft.
Außerdem betroffen sind Eier aller Größen mit Haltbarkeitsdatum 28. März 2017 und den Stempelaufdrucken 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781. Diese Eier wurden über diverse andere Verkaufsstätten, darunter auch Großhändler, in Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Hessen vertrieben.
In den betroffenen Läden wurden die Eier bereits aus den Regalen genommen. Kunden, die Produkte aus den Chargen gekauft haben, können diese zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.
Salmonellen: So bannen Sie die Gefahr

Werden Eier nicht ausreichend erhitzt, können darüber Salmonellen übertragen werden
Salmonellen sind kleine, stäbchenförmige Bakterien. Ihr natürlicher Lebensraum ist der Magen-Darm-Trakt von verschiedensten Tieren, seltener auch von Menschen.
Die Bakterien sind wahre Überlebenskünstler. Sie vermehren sich bei Temperaturen von 10 bis 47 Grad Celcius und können auch in der Umwelt, auf verschiedenen Lebensmitteln, in Pflanzen und eingetrocknet für Jahre überleben. Selbst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sterben sie nicht ab. Abtöten kann man Salmonellen, indem man sie für mindestens zehn Minuten bei über 70 Grad Celsius erhitzt.
Anhand ihrer Oberflächenstrukturen lassen sich mehr als 2500 "Typen" (Serovare) unterscheiden. Sie erhielten die Ortsnamen ihrer Erstentdeckung. 24 dieser Serovare sind für die meisten Salmonellosen verantwortlich. Salmonellen gehören zu den häufigen bakteriellen Durchfallerregern.
Wie kommt es zu einer Infektion mit Salmonellen?
Salmonellen können zu einer Durchfallerkrankung führen, wenn sie in ausreichend großer Zahl über den Mund aufgenommen werden. Bei gesunden Erwachsenen liegt diese Zahl zwischen 10.000 und 1.000.000 Keimen. Bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen reichen oft schon deutlich weniger Keime. Am häufigsten sind Salmonellosen bei Kindern unter 10 Jahren.
Die wichtigste Infektionsquelle sind Lebensmittel, die aus Nutztieren (Rinder, Schweine und Geflügel) erzeugt werden. Salmonellen können zum Beispiel in nicht ausreichend erhitzten Eiern oder eihaltigen Speisen zu finden sein, in Mayonnaise und Milchspeiseeis und in rohem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch. Im November 2016 zeigte außerdem eine Studie, dass sich Salmonellen auch in geschnittenem, abgepackten Salat überproportional schnell vermehren.
Durch den Kontakt mit solchen Lebensmitteln oder damit verschmutzte Oberflächen werden manchmal auch Nahrungsmittel zur Infektionsquelle, die ursprünglich keine Salmonellen enthielten. Besonders viele Keime finden sich oft im Auftauwasser von tiefgekühltem Fleisch – und damit auch auf Oberflächen, die damit in Berührung kamen.

Beratender Experte: Professor Dr. Peter Roggentin ist Mikrobiologe am Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg
Seltener als diese klassische Lebensmittelinfektion in eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Sie kann passieren, wenn Salmonellen aus dem Darm eines erkrankten Menschen auf verschiedenen Wegen in den Mund eines andern Menschen gelangen. Besonders leicht geschieht die in Gemeinschaftseinrichtungen (zum Beispiel Kindertagesstätten, Altenheimen), aber auch im Krankenhaus oder im ganz normalen Alltag.
Eine Ansteckung kann außerdem durch das Streicheln eines Haustieres – etwa eines Reptils im Terrarium – geschehen. Die Erreger sitzen unter Umständen im Darm des Tieres, gelangen dann aber auch auf Haut oder Fell.
Symptome: Wie läuft eine Salmonelleninfektion ab? Welche Beschwerden treten auf?
Symptome einer Salmonelleninfektion sind ein plötzlich einsetzender Durchfall mit Unwohlsein, Kältegefühl, Kopf- und Bauchschmerzen, manchmal auch Erbrechen und leichtes Fieber.
Diese Beschwerden treten in der Regel 12 bis 36 Stunden nach dem ersten Kontakt mit dem Erreger auf. Normalerweise dauern sie nur wenige Stunden bis wenige Tage an.
Vor allem für kleine Kinder oder alte und geschwächte Menschen kann der Flüssigkeitsverlust durch Durchfälle und Erbrechen gefährlich werden. Manchmal ist daher eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Nur selten gibt es schwere Krankheitsverläufe mit hohem Fieber und schweren Krankheitserscheinungen (Blutvergiftung durch Salmonellen).
Therapie: Wie sieht die Behandlung aus?
In den meisten Fällen genügt es, ausreichend zu trinken und sich zu schonen. Sind Kinder, ältere Menschen oder chronisch Kranke betroffen, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Denn dann kann ein Flüssigkeitsmangel schnell bedrohlich werden. Unter Umständen muss der Arzt Flüssigkeit über die Vene geben. Auch wenn die Symptome sehr ausgeprägt sind, sollte der Arzt aufgesucht werden. Manchmal ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.
Die Untersuchung einer Stuhlprobe ist nicht immer nötig. Angebracht ist sie, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, wenn der Stuhl blutig aussieht oder wenn ein Patient im Krankenhaus an Durchfall erkrankt. Auch wenn mehrere Personen aus einer Gemeinschaftseinrichtung betroffen sind (Gruppenerkrankung), ist der Nachweis des verantwortlichen Keimes erforderlich. Werden Salmonellen des gleichen Namens bei unterschiedlichen Personen nachgewiesen, ist hieraus auf eine gemeinsame Infektionsquelle zu schließen.
Eine Behandlung mit Antibiotika ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig. Im Gegenteil, sie kann sogar dazu führen, dass die Salmonellen nach der Erkrankung länger im Körper bleiben.
Anders sieht die Situation bei schweren, hochfieberhaften Krankheitsverläufen aus. Hier sind Antibiotika erforderlich. Auch, wenn Komplikationen wahrscheinlicher sind, können Antibiotika sinnvoll sein – etwa bei Kindern unter einem Jahr, Menschen mit einer Immunabwehrschwäche oder bei bestimmten Veränderungen der Herzklappen. Wenn die Krankheit mit Antibiotika behandelt werden soll, müssen Spezialisten im Labor überprüfen, auf welches Antibiotikum die Erreger überhaupt ansprechen (Resistenztestung).
Wie lange ist man bei einer Salmonelleninfektion ansteckend?
Auch wenn die Krankheitszeichen schon vorbei sind, scheidet der Betroffene noch eine Zeit lang Salmonellen über den Darm aus. Bei Erwachsenen geht das meist nach zirka einem Monat vorbei, bei Kindern oft erst nach sechs bis sieben Wochen bis hin zu einem halben Jahr. Eine Ansteckung ist möglich, solange der Betroffene Keime ausscheidet.
Wie können Sie sich vor einer Infektion mit Salmonellen schützen?
Man kann sich vor einer Infektion mit Salmonellen schützen, wenn man einige Hygiene-Maßnahmen beachtet. Besonders wichtig ist die Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln und nach dem Gang zur Toilette.
Das A und O der Hygiene ist das Händewaschen. Eine gründliche Reinigung der Hände kann die Anzahl der Bakterien oft so weit vermindern, dass keine Infektion mehr möglich ist.
- nach jeden Toilettengang
- nach jedem Kontakt mit rohen Eiern oder Fleisch und Fisch sowie mit damit verschmutzten Gegenständen
- immer vor der Zubereitung von Mahlzeiten.
Weitere Tipps zur Vorbeugung von Salmonellosen
Diese Maßnahmen betreffen Lagerung und Umgang mit Lebensmitteln:
- Lebensmittel, die Salmonellen enthalten können (rohe Eier, eihaltige Speisen, Fleisch und Wurstwaren), gehören in den Kühlschrank. Stellen sie die Kühlschranktemperatur auf zirka 7°C. Dann können sich die Salmonellen zumindest nicht vermehren. Achten Sie darauf, dass solche Lebensmittel im Kühlschrank möglichst nicht in direkten Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommen – insbesondere solchen, die Sie roh verspeisen möchten.
- Ein Erhitzen über 70°C für mindestens 10 Minuten tötet die Salmonellen ab. Die Abkühlzeit gekochter Speisen sollte kurz sein und warme Speisen sollte man innerhalb von zwei Stunden verzehren.
- Das Auftauwasser von gefrorenem Geflügel oder Wild kann besonders viele Salmonellen enthalten. Deshalb sollten Sie es separat auffangen, sofort entsorgen und heiß nachspülen. Auch alle Gegenstände, die damit in Berührung gekommen sind, sollten sie möglichst heiß abspülen.
- Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden, zum Beispiel Salat oder Desserts, sollten Sie grundsätzlich getrennt von rohen Lebensmitteln aufbewahren und verarbeiten. Schneiden Sie also beispielsweise die Gurke nicht auf demselben Schneidebrett, auf dem vorher das rohe Fleisch lag. Abgepackten, geschnittenen Salat möglichst schnell verbrauchen.
- Vor allem bei Schneidebrettern empfiehlt sich eine gründliche Reinigung: Kunststoff-Schneidebretter können in der Spülmaschine gewaschen werden, Holzschneidebretter sollten gleich nach dem Benutzen unter warmes Wasser (circa 60 Grad heiß) gehalten und mit Geschirrspülmittel in Richtung der Maserung abgebürstet werden. Damit sich nicht in tiefen Ritzen, die beim Schneiden entstehen, Keime ansammeln können, sollten Plastikbretter regelmäßig ersetzt oder mit einer sogenannten Ziehklinge geglättet werden. Holzbretter können gegebenenfalls abgeschliffen werden. Bei Holzbrettern soll außerdem Einreiben mit Speiseöl verhindern, dass das Holz schnell spröde wird.
Schneidebretter aus Glas und Stein lassen sich leicht reinigen (allerdings werden durch ihre harte Oberfläche Klingen schneller stumpf).
- Lappen und Spülschwämme können ebenfalls zum Lebensraum von Salmonellen werden. Deshalb sollte man sie entweder regelmäßig austauschen oder in der Spülmaschine mitwaschen. Außerdem nach dem Benutzen gut auswringen und sie so aufbewahren, dass sie möglichst schnell trocknen.
- Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich vor dem Verzehr.
Auch durch häufiges Wechseln von kochbaren Küchentüchern vermeidet man die Verbreitung von Keimen in der Küche.
Das Institut für Risikobewertung hat einen Ratgeber zur Verhütung von Lebensmittelinfektionen in Privathaushalten herausgegeben. Dort finden sie weitere Tipps, wie Sie sich und ihre Familie vor Lebensmittelinfektionen schützen können.
Deutlich strengere Regeln gelten für alle Betriebe, in denen Lebensmittel hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden. Dazu gehören auch Küchen und Kantinen von Gaststätten und Gemeinschaftseinrichtungen.
Salmonellose, Rategeber für Ärzte, online: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Salmonellose.html#doc2374560bodyText6, abgerufen am 07.10.2013
Verbrauchertipps: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt, Stand 2007, online: http://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf, abgerufen 07.10.2013
Epidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2012, Stand 1. März 2013, http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Jahrbuch/Jahrbuch_2012.pdf?__blob=publicationFile, abgerufen am 08.10.2013
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
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Salmonellen in Charge von Eiern aus Freilandhaltung – Rückruf bei Aldi, Penny und Rewe
Der Handel hat sofort reagiert und die betroffene Charge aus dem Verkehr gezogen.
Es handelt sich ausschließlich um die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum MHD: 20.09.2017 bis 12.10.2017, Chargennummer / Los-Kennzeichnung: Printnummer: 1-DE-1504401.
Es wurde das Bakterium Salmonella Enteritidis nachgewiesen. Verbraucher werden dringend gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren.

Ich will zur Feuerwehr
Hinweis zur Salmonelleninfektion
Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber. Die Beschwerden klingen in der Regel nach mehreren Tagen von selbst wieder ab. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe entwickeln. Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen.
Sich ohne Symptome vorbeugend in ärztliche Behandlung zu begeben, ist nicht sinnvoll.
- Kunden, die das Produkt gekauft haben können, dieses bei ihrer Verkaufsstelle auch ohne Kassenbon zurückgeben bzw. umtauschen.
Salmonellen-Verdacht: Eier von Rewe, Aldi Nord, Penny zurückgerufen
Die Firma Eifrisch ruft bestimmte Freiland-Eier zurück. Salmonellen könnten laut Unternehmen nicht ausgeschlossen werden. Verkauft wurden die Eier bei Rewe, Aldi Nord und Penny.
Wegen des Verdachts auf Salmonellen hat die Firma Eifrisch Freiland-Eier zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass bestimmte Packungen belastet seien. Betroffen seien Eier des Lieferanten Parey, davon eine bestimmte Lieferung. Zu erkennen sind die womöglich belasteten Eier an der Printnummer 1-DE-1504401 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 12. Oktober 2017. Das teilte die Firma mit Sitz im niedersächischen Lohne am Freitagabend mit.
Verkauft wurden die Eier der Firma zufolge bei Penny, Aldi Nord und Rewe. Einige Bundesländer sind betroffen: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern.
Rückruf: Salmonellen-Verdacht bei Eiern von Eifrisch
Wie Eifrisch betont, sei der Rückruf vorsorglich. Nach einer amtlichen Untersuchung hätte nicht ausgeschlossen werden können, dass Salmonellen auftauchen könnte. Somit könnte der Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Mai 2009: In dem Erfrischungsgetränk Red-Bull-Cola ist Kokain nachgewiesen worden. Es gab eine hessenweite Rückrufaktion für das betreffende Produkt.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Februar 2010: Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat die Handelskette Lidl erneut vor einem bestimmten Harzer Käse gewarnt. Im Käse sind Listerien entdeckt worden. An diesen Bakterien im Käse waren 2009 zwei Deutsche und vier Österreicher gestorben, weitere zwölf Menschen erkrankten.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
November 2011: Netto hat in seinem Räucherlachs Listerien gefunden. Die Bakterien können zu ernsthaften Erkrankungen führen - der Lebensmitteldiscounter startete eine umfangreiche Rückrufaktion.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
August 2012: Die Curry-Gewürzzubereitung von der Hartkorn Gewürzmühle GmbH kann Salmonellen enthalten.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
September 2012: Die Firma Lackmann Fleisch- und Feinkost GmbH in Bühl ruft die Produkte Putenfleisch im eigenen Saft und Pferdefleisch im eigenen Saft zurück. In einzelnen Proben wurde festgestellt, dass die Lebensmittel nicht erhitzt wurden.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
August 2013: Im Selleriesalat von Ewald-Konserven wurden Glasscherben nachgewiesen.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Februar 2014: Milupa ruft Aptamil, die Spezialnahrung für Frühgeborene, zurück. Darin wurde ein überhöhter Jodgehalt festgestellt.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Dezember 2014: Maggi ruft seine Gemüsebrühe zurück. Grund dafür sind Glassplitter in der Brühe.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Januar 2015: Zimbo ruft unter anderem Schinkenwurst, Bierwurst und Jagdwurst zurück. In den Produkten können sich kleine Aluminiumteile befinden. Sie könnten Listerien enthalten, diese sind in seltenen Fällen sogar tödlich.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Januar 2015: Rückruf von Chio Dip! Hot Cheese und Chio Dip! Mild Salsa. In einigen Gläsern waren Glassplitter gefunden worden.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
Februar 2016: Mars ruft nach dem Fund eines Kunststoffteils in einem Snickers mehrere Millionen Schokoriegel in 55 Ländern zurück. Ein deutscher Kunde hatte ein Plastikteil entdeckt; es stammte nach Angaben von Mars von einer Schutzabdeckung im Herstellungsprozess.
Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren
August 2017: Aus den Niederlanden gelangen Millionen Eier nach Deutschland, die mit dem Insektenschutzmittel Fipronil verseucht sind. Viele Geschäfte und Ketten in fast allen Bundesländer sind betroffen, die die Eier aus den Regalen nehmen müssen.
Verbraucher sollen die Eier zurückgeben oder entsorgen, empfiehlt Eifrisch.
Salmonellen und Co.: Lebensmittel-Rückrufe werden immer häufiger
In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 100 Lebensmittel pro Jahr zurückgerufen, Tendenz steigend. Schwere Erkrankungen und Todesfälle ausgelöst von belasteten Lebensmitteln sind selten. Allerdings starben einem Report der Verbraucherschutzzentrale Foodwatch zufolge zum Beispiel 2009/2010 acht Menschen in Österreich und Deutschland im Zusammenhang mit einem mit Listerien belasteten Käse. Diese Bakterien können für Schwangere und Immungeschwächte gefährlich sein.
In anderen Fällen ging es bei Rückrufen zum Beispiel um Glasscherben in Brot oder Metallteilchen in Würstchen. Auch fehlende Angaben, etwa zu allergieauslösenden Zutaten, können ein Rückrufgrund sein. AZ/dpa
Hygiene-Mängel: So werden Lebensmittel überwacht
Die staatliche Lebensmittelüberwachung soll sicherstellen, dass Lebensmittelhersteller die Vorgaben auch einhalten und Verstöße unterbinden.
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Wie oft und wie genau die Kontrolleure prüfen, hängt vom Risiko ab: Wer leicht verderbliche oder Babynahrung anbietet oder schon negativ aufgefallen ist, wird häufiger unter die Lupe genommen.
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Dazu kommen Überwachungsprogramme der EU und des Bundes, saisonal wechselnde Schwerpunkte und Kontrollen nach Verbraucherbeschwerden.
Hygiene-Mängel: So werden Lebensmittel überwacht
Die Kontrolleure besichtigen Betriebe, nehmen Proben und prüfen die Unterlagen.
Hygiene-Mängel: So werden Lebensmittel überwacht
Bei fahrlässigen Verstößen gibt es eine Verwarnung oder Geldbußen, bei schweren Fällen drohen Geldstrafen, Haft und Betriebsschließung.
Hygiene-Mängel: So werden Lebensmittel überwacht
Das Unternehmen kann auch zum Rückruf eines Produkts und zur öffentlichen Warnung in den Medien verpflichtet werden.
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Von den 64 054 Lebensmittelproben, die das Landesamt im Jahr 2010 untersuchte, waren 7085 oder 11 Prozent beanstandet worden - davon 309 wegen gesundheitlicher Risiken.
Eier & Salmonellen: Was Sie Гјber Lebensmittelsicherheit und Eier wissen
Die FDA schätzt, dass Salmonellen kontaminierte Eier verursachen 142.000 Erkrankungen jährlich. Die 2010 Salmonellenausbruchs auf zwei Farmen in Iowa, die in den Rückruf von mehr als 500 Millionen Eier führte verfolgt bereits verändert haben können, wo Sie Ihre Eier von Quelle, aber wussten Sie, dass auch organische, weideten Eier mit Salmonellen infiziert werden? Hier ist eine schnelle Grundierung auf Salmonellen und sichere Behandlung der Eier.
Salmonella, eine Art von Bakterien ist, um Eier durch infizierte Hühner, deren Umgebung ist leicht mit dem Carrier wie Nagetiere, Vögel und Fliegen verunreinigt übertragen. Einmal infiziert, ein Huhn zeigt keine äußeren Zeichen der Krankheit, aber einige ihrer Eier kann eine kleine Menge von Salmonellen in ihnen abgelagert haben. Obwohl diese Menge ist harmlos, kann es schnell zu erhöhen, um gefährliche Werte, wenn die Eier nicht schnell abgekühlt und kühl gehalten während ihrer Lagerung und Versand.
Eier kГ¶nnen auch von auГџen in infiziert, hob die Bakterien aus einer kontaminierten Umgebung oder verdorben AusrГјstung in der Reinigungs- und Verpackungsprozess verwendet.
Zwar gibt es nicht viel darГјber, wie Eier behandelt werden, bevor sie im Laden ankommen tun kГ¶nnen, gibt es ein paar Schritte, die Sie ergreifen kГ¶nnen, um das Risiko der Salmonelleninfektion zu minimieren.
• Stellen Sie eine sorgfältige Käufer.
Kaufen Sie Eier, die sauber und frei von Rissen sind. Die FDA empfiehlt, nur kaufen Eier aus dem Kühlschrank Fällen, aber die meisten Eier auf den Märkten von lokalen Bauern verkauft werden, bei Raumtemperatur gehalten, und ich würde sagen, ein Teil des Seins eine sorgfältige Käufer ist zu wissen, die Bedingungen, unter denen die Eier bewirtschaftet werden. Die Eier, die ich von einem lokalen Bauer kaufen nicht nur von einer kleinen Farm Ich weiß, sauber und gut gepflegt werden kommen, sie sind auch viel frischer, was zu kaufen gekühlte Eier im Supermarkt, die große Entfernungen von einem unbekannten gereist sind sie besser macht Bauernhof und Prozessor. Es ist nicht ein Risiko von der Regierung empfohlen, aber es ist die Wahl habe ich für mich selbst gemacht. Unabhängig davon, wo Sie Ihre Eier zu kaufen, im Kühlschrank lagern sie, sobald Sie nach Hause kommen, halten sie in ihrem Originalkarton im kältesten Teil des Kühlschranks.
• Kreuzen Sie nicht verunreinigen.
Vor der Arbeit mit rohen Eiern, Reinigen Sie Ihren Arbeitsfläche, die Geräte und die Hände gründlich mit Wasser und Seife. Machen Sie dasselbe mit allen Oberflächen, die in während des Kochprozesses Kontakt mit rohen Eiern kommen.
• Kochen Sie Eier gründlich oder verwenden pasteurisierte Eier.
Um Salmonelleninfektion zu vermeiden, sollten Eier gekocht werden, bis sowohl die Weißen und Eigelb fest sind. Egg haltige Gerichte wie Eintöpfe sollte auf mindestens 160 ° F gekocht werden. Was tun, wenn Sie laufende Eier mögen oder brauchen ein rohes Ei für ein Gericht wie Caesar Salat? Sie können pasteurisierte Eier, die auf eine Temperatur, die die Bakterien abtötet erhitzt worden sind, die Wahl von der FDA vor allem beim Kochen für ältere Menschen, die sehr jung, oder jedermann mit einem geschwächten Immunsystem empfohlen wird. Wenn Sie kochen nicht-pasteurisierten Eiern nur, bis das Eigelb sind flüssig, werden sie nicht erreichen eine ausreichend hohe Temperatur, um die Bakterien zu töten, so dass Sie das Risiko einer Infektion führen. Unabhängig davon, ob dies eine akzeptable Risiko ist Ihre Wahl.
Mehr Гјber Eier & Salmonellen:
• Tipps, um Ihr Risiko von Salmonellen aus Eiern an den Centers for Disease Control Reduzieren
• Eier und Eiersicherheit FoodSafety.gov
• Auf Nummer sicher mit Eiern in der US Food and Drug Administration
• Wie funktioniert Salmonellen Get Into Eier? Auf Discovery News
Siehe auch: Wie Sie verhindern, Heilung, und Abhilfemaßnahmen durch eine Lebensmittelvergiftung während der Reise
Freie Universität Berlin
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Presse und Kommunikation
Mohamed Hafez: Von Salmonellen und glücklichen Hühnern
Von Salmonellen und glücklichen Hühnern
Der Spagat zwischen artgerechter Haltung und Verbraucherschutz
von Catarina Pietschmann, Prof. Dr. Dr. H. Mohamed Hafez
Sommerzeit. Mit den Temperaturen steigt auch das Lebensgefühl. Eiscreme im Straßencafé und Tiramisu beim Lieblingsitaliener gehören dazu. Im gleißenden Sonnenlicht picken „glückliche“ Hühner im Gras, suchen den Boden nach Regenwürmern ab. Dolce Vita wohin man blickt – bis hinunter auf die Ebene mikroskopisch kleiner Lebewesen. Auch Salmonellen fühlen sich jetzt pudelwohl, denn die stäbchenförmigen Bakterien vermehren sich in der Wärme prächtig. Im Ei, im Fleisch und sogar im Boden sind sie lebensfähig. Während sich ihre Zahl bei 7 °C allenfalls in 24 Stunden verdoppeln kann, schaffen sie das bei 30 °C mühelos in nur zwanzig Minuten.
Über 2.400 Salmonellenarten sind bekannt, aber nur 20 sind fähig zur massiven Invasion in einen Organismus. Zwei davon verursachen derzeit die meisten Darminfektionen beim Menschen: Salmonella Enteritidis (SE) und Salmonella Typhimurium (ST). „Eigentlich sind es sehr banale Keime“, meint Prof. Mohamed Hafez, „die bei Einhaltung der Kühlkette und ausreichender Hygiene wenig Probleme bereiten.“ Hafez muss es wissen, denn der Veterinärmediziner ist Geflügelexperte und wie kein anderer vertraut mit den Erregern, die sich im Blut ihrer Hauptwirte – Hühner und Puten – breit machen. Seit 1997 leitet er das Institut für Geflügelkrankheiten an der FU Berlin.
Hysterie ist fehl am Platz, denn „1000 bis 10.000 Keime pro Hühnerei sind notwendig, um die Symptome einer Infektion überhaupt auszulösen. Meist finden wir nur zehn bis zwanzig Keime, was unbedenklich ist“, versichert Hafez. Salmonellen gehören zu den gramnegativen Enterobakterien und sind heikel, was ihre Lebensbedingungen angeht: Bei Kühlung unter 7 °C stellen sie ihre Vermehrung komplett ein. Erhitzt man sie über 70 °C sterben sie innerhalb kurzer Zeit ab. Teilungsunfähig werden sie außerdem bei sauren pH-Werten (unter pH 4,5) oder wenn es leicht basisch wird – oberhalb von pH 8. Optimale Wachstumsbedingungen haben die Stäbchen bei 37 °C. Unglücklicherweise also bei unserer normalen Körpertemperatur.
Untersuchungen an mehreren Tausend Eiern haben gezeigt, dass 0,1 Prozent infiziert sind – vorrangig mit Salmonella Enteritidis. Das Ei selbst hat gute Schutzvorrichtungen gegen bakterielle Infektionen. Neben einem mechanischen Schutz – gegeben durch die Kalkschale und die inneren Schalenhäute – besitzt das Eiklar, welches das Dotter umhüllt, Substanzen wie das Ovotransferrin oder Lysozyme. Sie wirken einer Keimvermehrung im Ei-Inneren über längere Zeit entgegen.
Mensch und Salmonelle
Hat man einmal Bekanntschaft mit ausreichend Salmonellen gemacht, äußert sich das unmissverständlich in Magenkrämpfen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und wässrigem Durchfall. Die Infektion – von Medizinern als Salmonellosis oder Salmonellen-Enteritis bezeichnet – tritt in der Regel 6-24 Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel auf. Bakterienquellen sind vor allem Desserts, die mit rohem Ei zubereitet werden und nicht ausreichend gebratenes Geflügelfleisch.
Unter den infektiösen Darmerkrankungen sind Salmonellosen die Spitzenreiter: Rund 80.000 Fälle werden pro Jahr in Deutschland gemeldet. Die Dunkelziffer ist jedoch weit höher, denn nicht jeder geht bei Magenschmerzen und Durchfall gleich zum Arzt. Auch so manche „Sommergrippe“ ist eigentlich eine Lebensmittelinfektion. Spektakulär sind immer wieder epidemieartige Ausbrüche, verursacht durch Großküchen. Dabei sind nicht unbedingt verseuchte Lebensmittel die Ursache. Infizierte Personen scheiden die Erreger wochenlang unerkannt aus, so dass Keime auch über das Küchenpersonal – zum Beispiel durch mangelnde Sanitärhygiene – ins Essen gelangen können.
Das Bakterium vermehrt sich im Darm und erzeugt dort ein Toxin, das die Darmwand schädigt und damit die Flüssigkeitsresorption durch sie hindurch verhindert. Für gesunde Menschen ist die Infektion meist harmlos, die Symptome klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr genügt meist als Therapie. Bei immungeschwächten Patienten – beispielsweise nach einer Krebs-Chemotherapie oder bei einer AIDS-Erkrankung – Kleinkindern oder älteren Menschen kann der Verlauf lebensbedrohlich sein. Neben einer starken Dehydrierung können sich in der Folge Abszesse, Meningitis (Hirnhautentzündung) oder Endokarditis, eine Entzündung der Herzinnenhaut, entwickeln. Nur eine rechtzeitige, massive Antibiotikatherapie kann hier helfen.
Infektion und Kontamination im Hühnerstall
Aber woher kommen Salmonellen eigentlich? Denn um sich teilen zu können, muss erst einmal ein Bakterium da sein. Ein Hauptweg ist die Übertragung vom Elterntier auf das Brutei – die „Urzelle“ späterer Hühnerbrüste, Frühstückseier oder Suppenhühner. Haustiere, Nagetiere und alle landwirtschaftlichen Nutztiere, aber auch Vögel und Insekten kommen als Überträger in Frage. Nagetiere und Käfer spielen eine besondere Rolle bei der Verschleppung der Erreger, denn sie überleben häufig die Desinfektionsmaßnahmen und tragen die Keime von Stall zu Stall weiter. Auch der Mensch selbst ist an der Verbreitung beteiligt.
„Eine Gefahr ist das Futter, denn ein bis drei Prozent sind in der Regel bakteriell kontaminiert. Das klingt zwar relativ wenig“, erklärt Hafez, „aber mit einer einzigen Lieferung lassen sich in großen Zuchtbetrieben bis zu 40.000 Tiere infizieren.“ Hühnerfutter besteht im wesentlichen aus Getreide, Vitaminen und pflanzlichen Eiweiß (Soja, Bohnen etc.). Neuerdings entnehmen Ei-Produzenten von jeder Lieferung Proben, um sie im Fall späterer Infektionen untersuchen zu können.
Die Infektionswege und eine mögliche Prophylaxe zur Reduzierung der Salmonelleninfektionen beim Geflügel sind zentrale Forschungsgebiete des FU-Institutes. Bakteriologische und immunologische Ansätze stehen dabei im Vordergrund.
Vom Brutei bis zum Suppenhuhn – Ein Leben für unseren Genuss
13 Zuchtunternehmer weltweit beliefern Geflügelzuchtbetriebe mit dem genetischen Material für Masthähnchen, zwei davon (in den USA und Schottland) bedienen über 90 Prozent des Weltmarktes. Ähnlich sieht es bei den Mastputen aus: Aus vier Unternehmen kommt das Material für die Elterntierfarmen, wo die Puten vermehrt werden. Auf dem Legehennensektor teilen sich fünf Zuchtunternehmer den globalen Markt, darunter ein Tierzuchtbetrieb in Cuxhaven.
Wie sieht ein kurzes Geflügelleben aus? Kaum aus dem Ei gepellt, werden die Eintagsküken nach Geschlecht sortiert. Die weiblichen kleinen Flauschknäule werden an die Junghennenaufzucht abgegeben, wo sie 20 Wochen bis zur Legereife bleiben. Dann kommen sie zum Eiproduzenten und legen in den folgenden 52 Wochen rund 300 Eier. Mit stolzen 72 Wochen endet ihre Karriere – als „Suppenhuhn“. Von einem derartig langen Leben können Masthähnchen nur träumen, denn ihnen vergeht das Gackern bereits nach fünf bis sechs Wochen. Kopf ab! Federlos, zerteilt und in Klarsichtfolie verpackt landen sie im Kühlregal. Bei Puten gilt der Grundsatz &Mac226;Ladies first’. Weibchen werden mit 16 Wochen geschlachtet, Puter futtern sich sechs Wochen länger ihr Idealgewicht an. Zum Jahresende geht’s den großen Vögeln noch früher an den Kragen, denn vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum werden zu Weihnachten traditionsgemäß „Babyputen“ mit allerlei kalorienreichem Beiwerk serviert – gerade mal neun Wochen jung.
Lebensräume für „Eiproduzentinnen“
Die Haltungsbedingungen sind ein wesentlicher Faktor für die Tiergesundheit. Während Geflügelfleisch nur in Bodenhaltung „produziert“ wird, sind nach den „Eiervermarktungsnormen“ für Legehennen verschiedene Haltungsformen möglich. Derzeit werden in der EU immer noch 85 Prozent aller Eier in der umstrittenen Käfighaltung produziert, bei der sich vier oder fünf Hühner ein Drahtgehege teilen. Knapp 450 bis 550 cm2 Platz hat jede Henne. 2012 soll diese Form der Käfighaltung EU-weit verboten werden und durch den so genannten modifizierten Käfig ersetzt werden. In Deutschland wird es bereits 2007 soweit sein. Im Oktober stimmte der Bundesrat überraschend einem entsprechenden Antrag von Bundesverbraucherministerin Künast zu.
Die Volierenhaltung kann als Versuch angesehen werden, die Vorteile der Haltung der Hennen im Käfig und der Bodenhaltung zu kombinieren. Gemäß den EU-Eiervermarktungsnormen werden die Tiere in großen Gruppen in Ställen mit Tageslichteinfall oder fensterlosen Ställen auf mehreren frei wählbaren Ebenen gehalten (25 Hennen/m2). Die Bedingungen für Bodenhaltung sind sehr ähnlich. Die Tiere werden in Ställen (allerdings ohne verschiedene Ebenen) gehalten, ein Auslauf im Freien fehlt. Die Besatzdichte liegt bei bis zu 7 Hennen/m2 Stallfläche.
Bei der Auslauf- bzw. Freilandhaltung besteht ein flächenmäßig begrenzter oder unbegrenzter Zugang zu einem Auslauf. Nach den EU-Normen muss jedes Tier 2,5 m2 (Intensive Auslaufhaltung) bzw. 10 m2 Auslauf (in der Freilandhaltung) haben und zwar ganztägig. Der Auslauf soll überwiegend begrünt bzw. mit Bäumen und/oder Sträuchern bepflanzt sein. „Bloß, viel Grün ist da auch nicht,“ meint Hafez, „schnell ist jeder Halm weggefressen und die Hühner scharren im Dreck. Der Kannibalismus untereinander ist hier stärker ausgeprägt als in der Käfighaltung, Füchse, Marder und Raubvögel sind neben einer deutlich höheren Infektionsgefahr weitere Probleme.“ Die so genannte modifizierte Käfighaltung liegt derzeit im Trend. Sie bietet den Hühnern eine erhöhte Sitzstange für den Schlaf, ein separates Legenest und ein Sandbad für die Körperpflege.
Momentan werden in Deutschland etwa 15 Prozent aller Hühnereier „alternativ“ erzeugt und diese Zahl nimmt weiter zu. Mahnende Stimmen, die vor den Risiken der Boden- und Auslaufhaltung warnen, werden ignoriert. So absurd es klingt: Im Sinne des Verbraucherschutzes scheint die modifizierte Käfighaltung in vielen Punkten besser zu sein. Das Klima in geschlossenen Ställen ist kontrollierbar, die Betreuung einfacher und die Tiere brauchen nur ein Drittel der Medikamente, die ihre „Kollegen“ draußen benötigen. Die geringe Bewegungsmöglichkeit schränkt allerdings ihr natürliches Verhalten stark ein.
Verbraucherschutz versus Tierschutz?
Der aufgeklärte Konsument achtet heute nicht nur auf Qualität – wozu für ihn auch die absolute Keimfreiheit zählt – und Preis. Er verlangt auch, dass sich die Henne wohlfühlt, die Tag für Tag sein Frühstücksei produziert. Freilandhaltung – was sonst? Ein „glückliches Huhn“ soll im Grünen aufwachsen und nach Herzenslust in der Erde scharren können. Freilandhaltung und Verbraucherschutz sind schwer unter einen Hut zu bringen, denn „mehr Tierschutz bedeutet immer eine höhere Infektionsgefahr. In der Freilandhaltung bekommen Hühner deutlich mehr Krankheiten, die wiederum medikamentös behandelt werden müssen“, ist Hafez Erfahrung. Leider sieht man es dem Huhn weder äußerlich noch am Verhalten an, ob es mit Salmonellen infiziert ist, denn die Keime sind für die erwachsenen Tiere völlig ungefährlich. Nicht einmal ihre Legeleistung sinkt. Hühner picken für ihr Leben gern. Im Gras, im Boden und auch im eigenen Kot.
Dadurch nehmen sie Keime auf, die andere Artgenossen ausgeschieden haben – neben Salmonellen auch zahlreiche andere Erreger und Parasiten. Je nach verabreichtem Arzneimittel dürfen die Eier 7-14 Tage nicht verkauft werden, was wiederum dem Produzenten große finanzielle Verluste einbringt.
Wie man es auch dreht und wendet: entweder „glückliche“ Hühner und ein paar Keime im Ei – oder Legehennen im modifizierten Käfig (Kleingruppenhaltung) unter permanenter Kontrolle. Nach Meinung von Prof. Hafez kann man nur an die Vernunft der Verbraucher appellieren und sie ausreichend aufklären.
Absolut keimfreie Lebensmittel gibt es eben nicht. Ein Mindestmaß an Hygiene genügt meist, um Infektionen zu verhindern. Und Tiramisu in der größten Augusthitze muss wirklich nicht sein. Es schmeckt ebenso gut, wenn die Temperaturen wieder sinken. Gekochte Eier und durchgebratenes Hähnchenfleisch sind ohnehin unbedenklich – die Salmonelle an sich hält ja nicht viel aus. Prof. Hafez isst übrigens sehr gern Huhn. Trotz allem, was er über das quirlige Innenleben von Eiern und Brüstchen weiß.
Salmonellen Symptome
Eine Salmonellen Infektion verursacht heftigen Durchfall. Die meisten Infektionen mit Salmonellen entstehen durch verunreinigte Lebensmittel. Besonders im Sommer, wenn Lebensmittel nicht genug gekühlt werden, treten vermehrt Infektionen mit Salmonellen auf. Doch auch durch mangelnde Küchenhygiene und einen engen Kontakt mit Tieren werden Salmonellen übertragen. Danach treten die typischen Salmonellen Symptome auf.
Salmonellen Symptome erkennen
Eine Infektion mit Salmonellen äußert sich nach 12 bis 36 Stunden mit Übelkeit, Bauchschmerzen, leichtem Fieber und allgemeinen Unwohlsein. Besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen kann der auftretende Durchfall zu einem immensen Flüssigkeitsverlust mit Nierenversagen oder Kreislaufkollaps führen. In den seltensten Fällen verläuft eine Infektion mit Salmonellen tödlich.
Weitere Salmonellen Symptome
Haben Sie vor kurzem Speiseeis, Mayonnaise oder Speisen mit rohen Eiern verzehrt und ist Ihnen nachher übel und haben Sie Bauchschmerzen, dann könnten Sie sich mit Salmonellen infiziert haben. Salmonellen finden sich außerdem in Backwaren, Geflügelprodukten, Milchprodukten und Meeresfrüchten.
Halten die Magen-Darm-Grippe ähnlichen Salmonellen Symptome über mehrere Tage an, müssen Sie wiederholt erbrechen und wird der Durchfall blutig, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann die Infektion mit Salmonellen durch die Untersuchung von Erbrochenem und Stuhl nachweisen. Schwere Infektionen können Gelenke, Herzklappen und Hirnhaut in Mitleidenschaft ziehen.
Salmonellen Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen
Verlaufen die Salmonellen Symptome unter hohem Fieber, dann kann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein. Um die richtigen Antibiotika zu finden ist zuvor ein umfassender Labortest notwendig. Damit wird die Resistenz der Salmonellen getestet. Nach der Erkrankung sind Betroffen rund vier bis sechs Wochen oder auch mehrere Monate lang ansteckend. Sie scheiden über den Stuhl weitere Keime aus. Bei Kindern wird der Besuch von Tageseinrichtungen in dieser Zeit eingeschränkt. Wann das Kind die Einrichtung wieder besuchen kann, das wird vom Gesundheitsamt festgelegt. Auch Konditoren oder Köche dürfen in dieser Zeit keinen Kontakt mit Lebensmittel haben.
Wie lange dauern die Salmonellen Symptome?
Die Salmonellen Symptome dauern zwei bis drei Tage an. In der Regel helfen eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr und viel körperliche Ruhe. Elektrolytische Lösungen aus der Apotheke und eine ausreichende Zufuhr von Salz gleichen den Verlust der Mineralstoffe aus.
Was sind Salmonellen?
Salmonellen sind weltweit verbreitete stäbchenförmige Bakterien. Sie leben im Magen-Darm-Trakt vieler Tiere, seltener bei Menschen. Salmonellen vermehren sich zwischen 10-47 Grad Celsius. Sie überleben mehrere Jahre eingetrocknet auf Pflanzenteilen und sterben auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht ab. Sie können abgetötet werden, indem sie für mehr als 10 Minuten bis auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden. Es gibt über 2500 verschieden Arten von Salmonellen. Die Bakterien produzieren Toxine, welche den heftigen Durchfall auslösen.
In welchen Speisen werden Salmonellen häufig gefunden?
Es gibt Lebensmittel in denen Salmonellen häufiger auftauen als in anderen. In der folgenden Liste sind die häufigsten Lebensmittel aufgelistet.
- Salat
- Mayonnaise
- Wurstwaren
- Geflügelfleisch
- Speiseeis
Salmonellen Behandlung
Die zylinder- und stäbchenförmigen Salmonellen sind Bakterien, welche bei Menschen und zahlreichen Tieren Krankheiten verursachen. Die Infektion erfolgt häufig über Lebensmittel. Unter anderem kommen Salmonellen insbesondere auf Eiern sowie Geflügelfleisch vor. Eine Salmonellen Behandlung liegt in der Regel darin, die typischen Symptome zu mindern, beispielsweise Durchfall, Erbrechen und Krämpfe. Zudem ist sehr wichtig, dass viel getrunken werden muss, wenn aufgrund der Bakterieninfektion viel Flüssigkeit verloren wurde.
Symptome einer Salmonellen Erkrankung – Was können Sie dagegen tun?
Wer sich durch mangelnde Hygiene oder durch verdorbene Lebensmittel mit den Salmonellen infiziert hat, leidet häufig unter Durchfall und Erbrechen. Mit diesen Symptomen reagiert das Immunsystem auf die Vergiftung durch die Bakterien. Der Magen wehrt sich nun gegen die Bakterien und er versucht, sie wieder auszuscheiden. In diesem Moment ist insbesondere eines sehr wichtig: Sie sollten viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Empfehlenswert sind täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser ohne Kohlensäure, das Sie in kleinen Schlucken trinken sollten. Die Kohlensäure würde Ihren Magen, der ohnehin schon aufgewühlt ist, noch mehr beunruhigen.
Auch ein milder, lauwarmer Tee ist eine magenschonende Alternative. Damit der Verlust von Nährstoffen ausgeglichen werden kann, sind in der Apotheke Elektrolyte erhältlich. In den ersten Tagen sollten Sie auf fettige und scharfe Lebensmittel verzichten. Eine ballaststoffarme Kost mit beispielsweise Reis, Zwieback, Haferschleim und Salzstangen ist ratsam, denn dies beruhigt Ihren Magen.
Symptomatische Salmonellen Behandlung
Auch Fieber kann ein typisches, zusätzliches Symptom bei einer Salmonellen Erkrankung sein. Hierbei ist Bettruhe empfehlenswert. Sie sollten sich einige Tage eine Auszeit gönnen, denn Ihr Körper braucht nun eine Weile, damit er wieder zu Kräften kommt. Fiebersenkende Maßnahmen sollten mit dem Arzt abgesprochen werden, beispielsweise kalte Umschläge. Bei Risikopatienten wie Kindern oder älteren Menschen oder in schweren Krankheitsfällen verschreibt der Arzt häufig ein Antibiotika zur Salmonellen Behandlung.
Die Medikamente dienen dazu, eine weitere Vermehrung der Erreger zu vermeiden, der Heilungsprozess jedoch wird nicht beschleunigt. Ansonsten gilt generell, dass eine Salmonellen Behandlung im Grunde genommen nicht möglich ist. Wenn der Betroffenen nicht zur Risikogruppe gehört, sollten die unangenehmen Symptome einige Tage später von allein nachlassen, da Ihr Körper über die richtigen Mechanismen verfügt, um in der Lage zu sein, die Erreger wieder abzuschütteln.
Infektionen vorbeugen, um die Salmonellen Behandlung zu vermeiden
Es gibt mittlerweile gegen viele Erkrankungen eine Impfung, doch gegen Salmonellen ist diese nicht möglich, da es eine Vielzahl an Salmonellen-Typen gibt, welche unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Daher schützt eine überstandene Erkrankung auch nicht vor einer erneuten Infektion. Ein Patient ist zwar gegen einen spezifischen Erreger kurzzeitig immun, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich mit einem anderen Typen infiziert, gleich hoch. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland etwa 25.000 Salmonellen Infektionen gemeldet. Die Dunkelziffer könnte vermutet zehnmal so hoch sein.
Damit die Salmonellen Behandlung überhaupt nicht erst nötig wird, ist es wichtig, sich so gut wie möglich vor den Bakterien und Keimen zu schützen.
Eine direkte Übertragung von Betroffenen hingegen ist eher selten. Die häufigere Ursache für Infektionen ist die mangelnde Hygiene. Es ist dringend ratsam, sich nach jedem Toilettengang die Hände zu waschen, da sonst riskiert wird, dass die Erreger durch den Mund des Menschen in den Verdauungstrakt gelangen. Zudem sollten Eier, Fleisch sowie Fisch nicht roh verzehrt werden. Es gibt zudem Lebensmittel, bei denen die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf, beispielsweise bei Speiseeis und Mayonnaise.
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